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Ballon-Flüchtling kommt nach Arzberg

ARZBERG Zu zwei Veranstaltungen, die sich mit dem Thema "Berliner Mauer" und deren Fall vor 30 Jahren beschäftigen, lädt der Runde Tisch für Demokratie und Toleranz ein. Am Donnerstag, 14.

ARZBERG Zu zwei Veranstaltungen, die sich mit dem Thema "Berliner Mauer" und deren Fall vor 30 Jahren beschäftigen, lädt der Runde Tisch für Demokratie und Toleranz ein. Am Donnerstag, 14. November, um 19 Uhr steht ein Filmabend im Pferdestall der Bergbräu Arzberg auf dem Programm. Der Abend steht unter dem Motto "Fesselnde Ballongeschichten".

Gezeigt wird der Film "Ballon" von Michael "Bully" Herbig, der unter anderem mit der Komödie "Der Schuh des Manitu" bekannt geworden ist. Mit "Ballon" widmet sich der Filmemacher einem ernsten Thema: der Flucht aus der DDR. Viele ältere Menschen in der Region werden sich noch an die aufsehenerregende Landung des Fesselballons nahe Naila am 16. September 1979 erinnern. Damals gelang den Familien Strelzyk und Wetzel aus Pößneck in Thüringen die Flucht über die innerdeutsche Grenze aus der DDR nach Westdeutschland mit einem selbst gebauten Heißluftballon. Der Film zeigt, wie die Familien Strelzyk und Wetzel einen Plan entwickeln, um aus der DDR zu flüchten. Schließlich treten die zwei Paare mit vier Kindern ihren Flug mit dem Heißluftballon an. Diesen haben sie aus Stoffen selbst zusammengenäht. Ihr Fluchtversuch scheitert jedoch zunächst. Der Ballon stürzt knapp vor der Grenze ab. Vom sehnlichen Wunsch, die DDR zu verlassen, getrieben, beginnen die beiden Ehepaare, an einem neuen Ballon zu arbeiten. Allerdings kommt ihnen die Stasi auf die Spur und beginnt sofort mit Ermittlungen. Die Fluchtvorbereitungen werden ein Wettlauf gegen die Zeit.

Das Besondere ist, dass nach dem Film die Möglichkeit besteht, mit Günter Wetzel, einem der damaligen DDR-Ballon-Flüchtlinge, ins Gespräch zu kommen. Er wird in Arzberg dabei sein und mit den Besuchern diskutieren. Das Gespräch moderiert Johannes Geiger. Der DDR-Flucht-Ballon aus Naila ist jetzt übrigens im neuen Museum für Bayerische Geschichte in Regensburg zu sehen.

Bereits am kommenden Freitag, 8. November, um 19 Uhr eröffnen die Veranstalter in der Katholischen Kirche in Arzberg die Plakatausstellung "Grenzen verstehen" der Gedenkstätte Berliner Mauer. Die Einführung übernimmt der Historiker und Pädagoge Jochen Frank, der sich in der Gedenkstätte Mödlareuth engagiert. Die Ausstellung zeigt unter anderem Detail- und Innenansichten von den Grenzanlagen und Übergangsstellen, aber auch den Verlauf der Grenze um West-Berlin, die Stationierung der Grenztruppen und die Orte, an denen Menschen an der Mauer zu Tode kamen. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 9 bis 17 Uhr außerhalb der Gottesdienste. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

    
    

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