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Der "Hack" verabschiedet sich vom aktiven Dienst

HOHENBERG AN DER EGER Nach 47 Dienstjahren muss Reinhard Pfortner seinen aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Hohenberg quittieren. So verlangt es das bayerische Feuerwehrgesetz.

Ein Urgestein der Hohenberger Feuerwehr muss in den Ruhestand gehen (von links): Kommandant Florian Korb, Vorsitzender Siegfried Paulus, "Neu-Reservist" Reinhard "Hack" Pfortner und Bürgermeister Jürgen Hoffmann.  

HOHENBERG AN DER EGER Nach 47 Dienstjahren muss Reinhard Pfortner seinen aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Hohenberg quittieren. So verlangt es das bayerische Feuerwehrgesetz. Kommandant und Mannschaft ließen es sich nicht nehmen, einen ansprechenden Abschied zu organisieren. Mit den Worten "wir holen dich zu deinem letzten Löscheinsatz als Aktiver ab" überreichten Kommandant Florian Korb und Vizekommandant Daniel Preckel dem etwas verdutzten Hauptfeuerwehrmann Reinhard "Hack" Pfortner seinen aus seiner Anfangszeit stammenden Einsatzanzug und geleiteten ihn, nachdem er diesen eilends angelegt hatte, von der Haustür zum bereitstehenden Gruppenfahrzeug.

Aktive der Wehr standen dazu Spalier. Vor der Fahrzeughalle musste Pfortner auf Weisung des Kommandanten seinen "letzten Löschangriff starten". Mehrere Tennisbälle waren mit einem Handlöschgerät von Rohrstutzen zu spritzen - und der altgediente Feuerwehrmann löste die Aufgabe mit Bravour. Dann lud Kommandant Korb in den Lehrsaal zur Verabschiedung mit Laudatio ein. Pfortner trat am 1. Januar 1972 im jugendlichen Alter von 18 Jahren in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Hohenberg. Er durchlief viele Ausbildungslehrgänge und Seminare. Er war Atemschutzgeräteträger und Motorsägenführer. Zuletzt absolvierte er die Ausbildung an der Wärmebildkamera. Er nahm an den Prüfungen zu den Leistungsstufen für Hilfeleistungen teil und erreichte bei Löscheinsätzen die Stufe sechs. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen erhielt er 2012 nach vierzig Jahren aktiven Dienst.

Reinhard Pfortner war unter anderem bei größeren Löscheinsätzen im Stadtgebiet, in Fischern und anderen benachbarten Gemeinden an "vorderster Front" eingesetzt. Auch beim Unwetter im Juni 2018 half er mit aufzuräumen und Schäden zu beseitigen. Korb dankte für das jahrelange, außergewöhnliche Engagement. "Und dass du nun nach 47 Jahren aktiven Dienst realisierst, dass du ab morgen mit deinem 65. Geburtstag Reservist bist, wie es das Feuerwehrgesetz vorsieht", überreichte ihm Kommandant Korb unter großem Beifall ein T-Shirt mit der Aufschrift "Feuerwehr Hohenberg - Reservist".

Bürgermeister Jürgen Hoffmann, der als aktiver Feuerwehrmann zu dem Anlass ebenfalls die Feuerwehruniform trug, richtete Pfortner die Glückwünsche des Stadtrates zum Ruhestand aus und dankte ihm, dass er sich immer für die Sicherheit der Bürger Hohenbergs und der Umgebung eingesetzt hatte.

Reinhard Pfortner bedankte sich sichtlich gerührt für das "Drumherum, das ihr für meinen Abschied organisiert habt. Damit habe ich nicht gerechnet." Es wurde dann noch ein langer Abend. Man erinnerte sich an Übungen und spektakuläre Einsätze - und die jüngeren Kollegen hatten viel zu lauschen.

    
    

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