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Noch am selben Tag klicken die Handschellen

Im Fall des aufgesprengten Geldautomaten in einer Röslauer Bankfiliale gab es einen Fahndungserfolg. Zwei Tatverdächtige sitzen mittlerweile in Haft.

Nutzte einer der Täter diesen Roller nach der Sprengung zur Flucht ? Die Kripo Hof sucht weiter intensiv nach Zeugenhinweisen. Foto: Polizei  

Im Fall des aufgesprengten Geldautomaten in einer Röslauer Bankfiliale gab es einen Fahndungserfolg. Zwei Tatverdächtige sitzen mittlerweile in Haft.

ZEUGEN GESUCHT

Die Kripobeamten fragen:

• Wer kann Hinweise zu der Herkunft des abgebildeten Rollers geben ?

• Wem ist der Roller am Donnerstag mit einem Fahrer aufgefallen ?

• Wer kann sonst Angaben machen, die in Zusammenhang mit der Sprengung des Geldautomaten stehen könnten ?

Zeugen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Hof unter Telefon 09281/704-0 in Verbindung zu setzen.


RÖSLAU Intensive Fahndungsmaßnahmen oberfränkischer Polizeibeamter mit weiteren Unterstützungskräften sowie Hinweise aus der Bevölkerung führten am vergangenen Donnerstag zu zwei Fahndungserfolgen. Polizeibeamte nahmen um die Mittagszeit einen 21 Jahre alten Mann im Landkreis Wunsiedel fest, am Abend folgte die Festnahme eines 30-Jährigen, den Beamte aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung ebenfalls im Landkreis aufgriffen. Nach fundierten Ermittlungen der Kriminalpolizei Hof in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hof sitzen die Tatverdächtigen nun auf Antrag der Staatsanwalt in Untersuchungshaft.

Nach der Geldautomatensprengung am Donnerstagmorgen gegen 3.45 Uhr in Röslau starteten über die Einsatzzentrale Oberfranken umfangreiche Fahndungsmaßnahmen mit einer großen Anzahl von Streifenbesatzungen. Die weitere Koordination übernahm die Kriminalpolizei Hof. Aufgrund der gesamten Erkenntnisse gingen die Beamten schnell von einer gut organisierten Bande, professioneller Planung und Tatausführung sowie zu erwartendem, rücksichtslosem Verhalten gegenüber Polizeibeamten aus. Die zusammengezogenen Einsatzkräfte aus Hochfranken erhielten daher Unterstützung durch Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei sowie der Bundespolizei Selb. Spezialeinsatzkräfte, Diensthundeführer und die Hubschrauberstaffel aus Mittelfranken waren ebenso vor Ort wie Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes aus München. Auch der für den Fall zuständige Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Hof verschaffte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Über die Medien bat die Kripo Hof auch um Mithilfe der Bevölkerung bei der Fahndung und den Ermittlungen.

Nachdem bei der Verfolgungsfahrt mit einem weißen VW Golf in den Morgenstunden von der Nähe des Tatortes bis zum Selber Ortsteil Heidelheim eine noch unbekannte Anzahl an Personen in der Dunkelheit in ein Waldgebiet geflüchtet war, umstellten mehrere Einsatzkräfte diesen Bereich. In der Folgezeit durchkämmten Beamte das mehrere Quadratkilometer große Waldstück. Dabei war erneut ein Polizeihubschrauber im Einsatz, doch die Suche war vergeblich. Kriminalbeamte stellten den zurückgelassenen VW mit den Kennzeichen aus dem Zulassungsbereich "EU-" sicher und ließen ihn abschleppen. Am Vormittag hatten Einsatzkräfte bereits einen zurückgelassenen Roller ohne Kennzeichen in Marktleuthen sichergestellt. Bei diesem könnte es sich um das Zweirad handeln, das einer der Täter nach der Sprengung zur Flucht genutzt hatte. Die Fahrzeuge werden von Spurensicherungsspezialisten der Hofer Kripo untersucht.

Tatverdächtiger
festgenommen

Um die Mittagszeit überprüften Bundespolizisten einen Mann, der in Marktleuthen, wenige Kilometer vom Tatort entfernt, unterwegs war. Schnell erhärtete sich der Verdacht der Beamten, dass der 21-Jährige mit Wohnsitz in den Niederlanden im Zusammenhang mit der Tat stehen könnte, worauf sie ihn vorläufig festnahmen. Im Rahmen der Ermittlungen des Fachkommissariats der Hofer Kripo gelang es, weitere wichtige Erkenntnisse zu dem Tatverdächtigen, den Fahrzeugen und der Tat zu erlangen. Aufgrund dieser Ergebnisse erging am Donnerstagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof Haftbefehl gegen den Beschuldigten wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und versuchten schweren Bandendiebstahls.

Am frühen Abend teilten Zeugen einen verdächtigen Mann im Schönwalder Stadtteil Brunn mit, der über die Wiesen und Felder laufen soll. Polizeibeamte konnten kurz darauf einen 30-Jährigen, auf den die Beschreibung passte, antreffen. Aufgrund vorliegender Erkenntnisse nahmen sie den in den Niederlanden wohnhaften Mann vorläufig fest. Inzwischen sitzt er ebenfalls in einer Justizvollzugsanstalt. Nach aktuellen Erkenntnissen haben die Täter bei der Sprengung des Geldautomaten vermutlich kein Geld erbeutet. Die Ermittlungen zu weiteren Mitgliedern der Bande und ihren Taten laufen weiter auf Hochtouren.

    
    

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