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Gestatten: "Hansi", der Star der Egerauen

In den Egerauen bei Marktleuthen lebt seit dem Winter ein echter Star: Nutria "Hansi" planscht dort fröhlich in den kalten Fluten und freut sich über viele Fans, die ihm täglich seine Leibspeise - frische Karotten - in mundgerechten Happen servieren.

Christopher Michael
"Was macht denn der Typ mit der Kamera da ?" Neugierig schaut "Hansi", was um ihn herum los ist. Fotos: Michael   » zu den Bildern

In den Egerauen bei Marktleuthen lebt seit dem Winter ein echter Star: Nutria "Hansi" planscht dort fröhlich in den kalten Fluten und freut sich über viele Fans, die ihm täglich seine Leibspeise - frische Karotten - in mundgerechten Happen servieren.

von Christopher Michael

MARKTLEUTHEN "Hansi" zieht gemütlich seine Bahnen durch die kalten Fluten der Eger. Nur sein pelziger Rücken und sein Kopf durchbrechen die Wasseroberfläche. Manchmal, wenn er Lust hat, geht er auch an Land und bedient sich an den bunten Obst- und Gemüse-Menüs, die ihm seine Fans aus Marktleuthen und Umgebung vorbeibringen.

"Hansi" ist nämlich eine Nutria, und eine zahme noch dazu. Seit vergangenem Dezember taucht er immer wieder in den Marktleuthener Egerauen auf und hat sich seither zu einem wahren Star und Besuchermagneten entwickelt. Zum ersten Mal war der kleine, pelzige Geselle beim Marktleuthener Weihnachtsmarkt der Star des Tages. Wie aus dem Nichts war er damals aufgetaucht und hat für einigen Aufruhr - natürlich nur im positiven Sinn - bei den Marktbesuchern gesorgt. Seitdem verhätscheln sie ihren "Hansi" regelrecht.

Genüsslich bedient sich das nur etwa 40 Zentimeter große Pelztier an den verschiedenen Spezialitäten, die ihm die Leute vorbeibringen. Mit seinen orangen Zähnen, die leuchten wie Mohrrüben, kann er fast alles in Windeseile zerkleinern und packt sich rasch das nächste Stückchen Obst. Seine absolute Leibspeise snd Karotten. Ob das wohl an der Farbe seiner Beißer liegt ?

Dabei hat "Hansi" keinerlei Berührungsängste und lässt sich manchmal sogar von den Spaziergängern an den Egerauen streicheln. "Manche Eltern haben ja Angst, wenn ihre Kinder so nahe rangehen, aber ,Hansi' hat noch nie jemanden angegriffen", sagt Marktleuthens Bürgermeister Florian Leupold. Die Spekulationen, woher "Hansi" eigentlich stammt, reichen weit zurück. Zu Zeiten der DDR wurden viele seiner Artgenossen auf Pelztierfarmen gehalten.

Daher vermuten viele, dass "Hansi" eigentlich aus den neuen Bundesländern stammt, und ein Nachfahre dieser Tiere ist. Doch wie er die vielen Kilometer zwischen seiner eigentlichen Heimat und Marktleuthen überwunden hat, darüber weiß niemand Bescheid. "Manche munkeln bereits, dass eine zweite Nutria gesichtet wurde", sagt Leupold. "Auf jeden Fall hat ,Hansi' sein Einzugsgebiet mittlerweile sogar erweitert und wurde in der Nähe des Marktleuthener Hauses gesehen."

Eigentlich, so hatten viele befürchtet, vertragen Nutrias kalte Winter ganz und gar nicht. Und die Winter im Fichtelgebirge sind nochmals eine Spur kälter als an anderen Orten. Doch dank des milden Wetters in diesem Winter ist "Hansi" putzmunter.

Sogar ins Fernsehen hat er es bereits geschafft und ist damit fast ein TV-Star. Beim 700. Jubiläum der Stadt und dem großen "Markt-Läuten" mit hunderten Glocken, Bimmeln und Schellen war auch der Bayerische Rundfunk vor Ort. Und der machte sich natürlich sofort mit der Filmkamera auf an die Egerbrücke und die angrenzenden Egerauen, um "Hansi" auf Film zu bannen. Keck spitzte er da aus dem grünen Gras und guckte neugierig, was das Kamerateam wohl treibt.

Und auch bei seinen Fans, die immer wieder vorbeikommen, ihn beim Namen rufen und ihm kleine Leckereien vorbeibringen, ist er mittlerweile natürlich eine kleine Berühmtheit. Nur einen Appell hat der Bürgermeister: "Wir sollten ,Hansi' nicht überfüttern !"

Mit seinen Schnurrhaaren, dem kurzen Schwanz, der, anders als beim Biber nicht schuppig, sondern pelzig ist, und den kleinen Ohren ist er zweifelsohne das putzige Aushängeschild Marktleuthens. "Vielleicht wird er sogar sowas wie ein kleiner Besuchmagnet", sagt Bürgermeister Florian Leupold. In einem Punkt ist sich das Stadtoberhaupt sicher: "Er ist eine nette Bereicherung für Marktleuthen."

INFO

Die aus Südamerika stammenden Nutria werden auch Sumpfbiber oder Biberratte genannt. Sie sehen aus wie eine Mischung aus Biber und Bisamratte. Trotz ihres Namens gehören diese Tiere weder zu den Bibern noch zu den Bisamratten. Sie sind vielmehr mit den Meerschweinchen verwandt und zählen zur Familie der Biberratten und damit zu den Nagetieren.

Nutria werden 43 bis 64 Zentimeter lang, der Schwanz misst 25 bis 42 Zentimeter. Sie wiegen bis zu neun Kilogramm.

Quelle: www.kindernetz.de


    
    

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