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Oldis schnaufen den Großbüchelberg hinauf

Jetzt im Sommer rollen die Oldtimer wieder überall. Zu einem vollen Erfolg wurde auch die zweite Otto-Rothe-Gedächtnisausfahrt des Wunsiedler Oltimerstammtisches.

Schmucke Fahrzeuge vor schmucker Kirche: An der Kappl legten die Teilnehmer der zweiten Otto-Rothe-Gedächtnisfahrt einen Boxenstopp ein. Während sich die betagten Motoren abkühlten, blieb genügend Zeit zum Fachsimpeln.  

WUNSIEDEL Mitte Juni war es soweit: 50 "Oldis" trafen sich auf dem Edeka-Parkplatz in Wunsiedel. Vorsitzender Jörg Gebhardt freute sich, dass insgesamt 15 Oldtimer-Motorräder und 35 Autos am Start waren - alle ausnahmslos in einem top gepflegten Zustand. Gebhardt begrüßte die Teilnehmer und dankte ihnen, dass sie bei der Otto-Rothe-Gedächtnisfahrt mitmachen. Otto Rothe war 1999 ein Gründungsmitglied des Oldtimerstammtisches Wunsiedel. Am 13. Juni 2010 starb er bei einem tragischen Treppensturz in seinem eigenen Haus. Doch seine Stammtisch-Freunde haben ihn nicht vergessen und organisieren ihm zu Ehren jedes Jahr im Juni eine Oldtimer-Ausfahrt.

Klaus Spörer hatte für die Motorräder und Autos zwei unterschiedliche Fahrtrouten mit gemeinsamen Berührungspunkten ausgearbeitet - beide aber punkteten mit reizvollen Landschaftsausblicken. Zuerst starteten die 15 Oldtimer-Motorräder. Die älteste Motorradmaschine mit Beiwagen war eine NSU 501 Sport aus dem Jahr 1927, ein originales Vorkriegsfahrzeug. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt eine BMW R 12 mit 750 Kubikzentimeter Hubraum und 18 PS (Baujahr 1937). Auch eine EMW aus dem Jahr 1955, ein Nachfolgemodell der BMW, war dabei. Sie wurde in der ehemaligen DDR in Eisenach produziert.

Später folgten in Zeitabständen die Zweiachser-Oldi-Pkws. Zirka 35 fuhren auf die Strecke, angeführt von Klaus Spörer mit seinem sehr schönen VW Käfer Cabrio 1302, Baujahr 1973. Spörers Käfer ist unverbaut und original erhalten. Es folgten weiterre Käfer - offen und geschlossen. Der älteste, original erhaltene stammt aus dem Jahr 1959. In einem Topzustand folgten ein Opel GT, Opel Manta, ein TR 4, ein sportlicher NSU Prinz und Alfa Spider. Zu sehen waren auch zwei ganz neu aufgebaute Begleitmodelle: eine Ente in Leuchtgrün und ein NSU Sportprinz 600 in sattem Rot. Dann reihten sich zwei Loyds-Originale ein. Es waren Loyds der Baureihe von 1957 mit 400 Kubikzentimetern, einmal 19 PS als Viertakter und einmal 13 PS als Zweitakter. Ein Höhepunkt war auch der original belassene, englische NG-Findhorn mit seinem Rover-V 8-Motor und 3,5 Liter Hubraum. Satte 156 PS schlummern unter der Motorhaube. In dieser Ausführung, als offener NG, ist er einmalig in ganz Deutschland.

Immense

Rauchwolke

Wie abgesprochen trafen sich alle Teilnehmer der Oldtimer-Ausfahrt gemeinsam an der Dreifaltigkeitskirche Kappl bei Münchenreuth. Der 20-minütige Boxenstopp tat auch den Oldis gut, damit sich die hochgefahrenen, betagten Motoren ein wenig abkühlen konnten. Anschließend ging die Fahrt gemeinsam weiter über Kloster Fockenfeld, Groß- und Kleinbüchelberg mit einer herrlichen Weitsicht in die Oberpfalz. Die Großbüchelberger Straßensteigung machte vor allem dem Loyd-Zweitakter mächtig zu schaffen. Doch er hatte einen geschulten Fahrer: Udo Schulz zirkelte seinen 13-PS-Loyd auch über diese Steigung. Die nachfolgenden Oldtimer konnten sich schlecht verfahren - sie brauchten nur der immensen Rauchwolke zu folgen . . .

Über Preißdorf gelangten alle nach Höflas, wo sie auf dem idyllischen Landhof List eine Brotzeit einlegten. Vorsitzender Jörg Gebhardt dankte allen Teilnehmern, die ihre gepflegten Oldis sehr diszipliniert und gekonnt chauffiert haben. Müller

    
    

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