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Lesen öffnet Türen

Auf dem Weg zur Bildungsregion startet der Landkreis ein neues Projekt. Schüler mit Leseschwäche sollen mit Humor und Geduld gefördert werden.

Landrat Klaus Peter Söllner gab den Startschuss für das Ehrenamtsprojekt: "MENTOR - Die Leselernhelfer". Im Bild (sitzend von links) Simone Zimmerer, Schulrätin Kerstin Zapf und Birgitt Glass, dahinter (von links) Nicole Neuber, Landrat Klaus Peter Söllner und Heike Söllner. Foto: rei  

Auf dem Weg zur Bildungsregion startet der Landkreis ein neues Projekt. Schüler mit Leseschwäche sollen mit Humor und Geduld gefördert werden.

KULMBACH Die Begeisterung für das Lesen soll ein Ehrenamtsprojekt wecken, das ab Herbst Schule machen soll: "MENTOR - Die Leselernhelfer - Leseregion Kulmbach”. Der Startschuss fiel am Dienstag im Landratsamt. Aktuell werden dazu ehrenamtliche Lesementorinnen und Lesementoren gesucht, die sich im nächsten Schuljahr an einer von fünf Pilotschulen im Landkreis Kulmbach engagieren möchten. Zum Start dabei sind Schulen in Kulmbach, Mainleus, Neudrossenfeld, Stadtsteinach und Trebgast.

Wie die Bildungskoordinatorin des Landkreises, Nicole Neuber, zu verstehen gab, geht die Initiative auf den Prozess zum Erwerb des Qualitätssiegels "Bildungsregion in Bayern” zurück, in dem sich der Landkreis aktuell auf der Zielgeraden befindet: "Neben der Analyse und der Reflektion der bestehenden Bildungsangebote in mehreren Arbeitskreisen entstanden auch viele ganz konkrete Projektideen, die die Bildungslandschaft im Landkreis bereichern sollen. Von der bundesweiten Initiative ,MENTOR - die Leselernhelfer’ waren wir so begeistert, dass wir sehr schnell zum Ergebnis gekommen sind, das Konzept vor Ort umzusetzen." "MENTOR - Die Leselernhelfer" ist ein deutschlandweit erfolgreiches Ehrenamtsprojekt zur Lese- und Sprachförderung von Kindern. Landrat Klaus Peter Söllner sagte: "Für unseren Landkreis Kulmbach haben sich die Koordinatorin der Bildungsregion, Nicole Neuber, Schulrätin Kerstin Zapf vom Staatlichen Schulamt und Heike Söllner vom Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement am Landratsamt zusammengetan und die organisatorischen Grundlagen dafür geschaffen, dass die Umsetzung des Konzepts mit Beginn des nächsten Schuljahres an zunächst fünf Pilotschulen gestartet werden kann." Eine Ausweitung auf weitere Schulen aller Schularten ist für kommende Schuljahre ausdrücklich erwünscht.

Gegenwärtig werden Personen gesucht, die bereit sind, sich als Lesementoren und Lesementorinnen an einer wohnortnahen Schule im Landkreis ehrenamtlich zu engagieren. Gearbeitet wird im 1:1-Prinzip. Das heißt, ein Lesementor arbeitet mit einem Lesekind. Das Qualitätsmerkmal ist Bildung durch Bindung. Mit überschaubarem Aufwand viel bewirken: Einmal wöchentlich treffen sich Mentor und Lesekind eine Stunde lang in der Schule zum gemeinsamen Lesen und Erzählen.

Lesementor werden

Um Lesementor zu werden, sind keine besonderen pädagogischen Kenntnisse erforderlich. Voraussetzung ist lediglich, dass man Spaß am Lesen, Erzählen und Spielen sowie Freude am Umgang mit jungen Menschen mitbringt. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass die ehrenamtlichen Mentoren keinesfalls "Ersatzlehrer" sind und die Mentoring-Stunde nichts mit Nachhilfe oder Hausaufgabenbetreuung zu tun hat. Es geht um Förderung mit Humor und Geduld. In erster Linie soll Spaß am Lesen vermittelt werden, dann stellen sich Erfolge meist wie von selbst ein - ganz nach dem Motto: "Gemeinsames Lesen öffnet Türen".

Um die künftigen ehrenamtlichen Lesementoren auf ihre Aufgabe vorzubereiten, bietet das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement am Samstag, 5. September, von 9 bis 15.30 Uhr ein eintägiges Einführungsseminar an, in dem viel Wissenswertes rund um das Engagement als Lesementor vermittelt wird. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 15 Personen begrenzt. Eine zweite Qualifizierung ist optional für Samstag, 26. September, geplant. Die Seminare werden in Stadtsteinach stattfinden.

Schulrätin Kerstin Zapf machte deutlich, dass die Schulen ein wichtiger Partner im Projekt sind. "Die Lesestunden finden immer in Abstimmung mit den Lehrkräften in angenehmer Leseatmosphäre in der Schule statt und sind eingebettet in den schulischen Alltag." Die teilnehmenden Schulen übernehmen auch die Auswahl der förderbedürftigen und förderwilligen Kinder.

Start Ende Oktober

Beginnen soll die Lesebegleitung an den Schulen Ende Oktober; vorher werden bei einem ersten Kennenlernen an der Schule die zeitlichen Möglichkeiten der Mentoren mit denen der Lesekinder abgestimmt. Die Lesebegleitung sollte sich dann mindestens über das laufende Schuljahr erstrecken, wobei die Ferien immer ausgenommen sind. Als Ansprechpartnerin für alle Mentoren innerhalb der Leseregion Kulmbach wurde mit Birgitt Glass aus Stadtsteinach eine ehrenamtliche Koordinatorin gewonnen, die sich auch um die Absprachen mit den Schulen kümmert. Als Lesebeauftragte der Grund- und Mittelschulen gehört auch Konrektorin Simone Zimmerer von der Friedrich-Baur-Schule Stadtsteinach zum Organisationsteam.

Bei der Planung des Projekts spielten nach den Worten von Heike Söllner auch die coronabedingten Einschränkungen im Schulbetrieb auch eine Rolle. Die örtlichen MENTOR-Verantwortlichen haben sich ganz bewusst dafür entschieden, einen Start an den Schulen im Herbst anzustreben. Damit sollen leseschwächere Schüler gezielt gefördert werden. Der Schutz aller Beteiligten steht selbstverständlich auch hier an oberster Stelle. Entsprechende Hygienemaßnahmen werden noch eine ganze Zeit lang zum Alltag gehören.

Für nähere Auskünfte steht das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement am Landratsamt Kulmbach unter der Telefonnummer 09221/707-150 (Heike Söllner) oder 707-116 (Nicole Neuber) zur Verfügung. Telefonisch oder per Mail an mentor@landkreis-kulmbach.de erfolgt auch die Anmeldung für das Einführungsseminar.

    
    

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