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Jetzt sind die Unternehmen gefragt. Die Kulmbacher Ausbildungsmesse findet aufgrund der Corona-Krise in diesem Jahr zum ersten Mal dezentral und nicht im Beruflichen Bildungszentrum statt.

Die 31. Ausbildungsmesse, die eigentlich für den 17. Oktober 2020 am Beruflichen Schulzentrum fest eingeplant war, wird es wegen der Corona-Pandemie in der bisherigen Form nicht geben. Der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft (im Bild von links) mit Martin Witterauf vom Landratsamt, Schulrat Michael Hack, Vorsitzendem Dr. Michael Pfitzner, stellvertretendem Vorsitzenden Clemens Dereschkewitz und Schulleiter Alexander Battistella wird aber am 17. Oktober eine dezentrale Ausbildungsmesse, also vor Ort in den Unternehmen und Betrieben, anbieten. Foto: rei  

Jetzt sind die Unternehmen gefragt. Die Kulmbacher Ausbildungsmesse findet aufgrund der Corona-Krise in diesem Jahr zum ersten Mal dezentral und nicht im Beruflichen Bildungszentrum statt.

TRADITION SEIT 1988

Seit der Gründung des Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Kulmbach 1988 findet auch die Ausbildungsmesse "in der heimlichen Hauptstadt des Bieres" statt. Veranstaltungsort ist das berufliche Schulzentrum, das in jedem Jahr zur Informationsbörse für junge Leute mit nahendem Schulabschluss wird. Die Besucher können sich auf die Suche nach dem für sie passenden Angebot machen: Sie besichtigen Stand für Stand und nutzen die Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit Ausbildern und Auszubildenden aus verschiedensten Berufsbildern. Dadurch wird das Ziel des Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT - Schulen und die regionale Wirtschaft in den Dialog zu bringen - auf hervorragende Weise umgesetzt, meinen die Veranstalter, die sich zusammen mit dem Landkreis Kulmbach von Anfang an für diese in der ganzen Region sehr bleibten Veranstaltung engagieren.

Auch an Schüler, die eine Ausbildung mit einem Studium verknüpfen möchten, wird bei der Messe gedacht: Regionale Hochschulen und Bildungseinrichtungen zeigen Möglichkeiten und Perspektiven auf. Studienberater informieren zudem über die Zugangsvoraussetzungen der verschiedenen Studiengänge.

Die Ausbildungsmesse wird normalerweise ergänzt mit dem Ausbildungspreis, der jedes Jahr an Unternehmen der Region verliehen wird.


KULMBACH Der Termin für die Ausbildungsmesse 2020, die seit nunmehr 30 Jahren mit großem Erfolg am Beruflichen Schulzentrum angeboten wird, war mit dem 17. Oktober schon längst fix, doch die Corona-Pandemie machte dem Arbeitskreis SchuleWirtschaft einen dicken Strich durch die Planungen. Das Team um Vorsitzenden Dr. Michael Pfitzner hat aber nichts unversucht gelassen, eine Ersatzveranstaltung auf die Beine zu stellen, die zwar ebenfalls am 17. Oktober angeboten wird, aber in einer dezentralen Form, das heißt, mit einer "Ausbildungsmesse vor Ort" , wobei die Unternehmer gebeten werden, ihre Türen für die Bewerber an diesem Tag für mehrere Stunden zu öffnen.

Dr. Michael Pfitzner machte in einem Pressegespräch im Landratsamt deutlich, dass es keinen Sinn macht, die 31. Ausbildungsmesse im Beruflichen Schulzentrum stattfinden zu lassen: "Wir haben wegen der Hygiene-Richtlinien keine Chance, die Ausbildungsmesse mit der Vergabe des Ausbildungspreises wie geplant durchzuführen. Wir werden im nächsten Jahr wieder in das bewährte Format Ausbildungsmesse und Ausbildungspreis zurückkehren."

Ob die "ABITURA" im Februar 2021 stattfindet, darüber gibt es nach den Worten von Dr. Pfitzner noch keine Entscheidung, denn hier wurde auch ein neues Format angekündigt. Schulleiter Alexander Battistella bedauerte es, dass die Ausbildungsmesse nicht wie gewohnt im Beruflichen Schulzentrum stattfinden kann: "Nach dem Hygienekonzept, in dem die Abstandsregeln noch gelten, ist es unmöglich, die Messe im Herbst zu veranstalten. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, ob wir die Veranstaltung woanders hin verlagern können, doch es gibt keinen Veranstaltungsort, der das in Kulmbach auffangen könnte. Man muss auch die Stärken der Ausbildungsmesse hervorheben, die normalerweise im Beruflichen Schulzentrum mit ihren Werkstätten gegeben sind."

Aber nichtsdestotrotz will der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft ein ähnlichen Format anbieten, aber dezentral in den einzelnen Unternehmen und Betrieben im Landkreis Kulmbach. Schulleiter Alexander Battistella: "Es wird nicht so sein wie im Schulzentrum, aber das Format, das wir uns ausgedacht haben, hat auch eine Chance verdient."

Das geänderte Format mit einer Ausbildungsmesse vor Ort hielt Clemens Dereschkewitz in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft vor allem für die Wirtschaft für wichtig: "Wir werden alle Unternehmer anschreiben und auffordern, sich daran zu beteiligen." Die dezentrale Ausbildungsmesse hat, wie Clemens Dereschkewitz aufzeigte, nicht nur Nachteile, sondern auch einen Vorteil, denn jeder Bewerber kann sich vorher abstimmen, wo er hingeht. Auch von der unternehmerischen Seite liegen die Vorteile auf der Hand, denn sie können sich mehr um die Leute kümmern, die kommen und ernsthafte Absichten haben. Die Unternehmen brauchen die Auszubildenden, das ist für den Glen-Dimplex-Geschäftsführer Clemens Dereschkewitz keine Frage. Die dezentrale Lösung sei auch für kleinere Betriebe eine Chance, bei der Ausbildungsmesse vor Ort mitzumachen: "Wer ernsthaft Interesse hat, Auszubildende für die Betriebe zu bekommen, der muss das machen."

Schulrat Michael Hack verwies darauf, dass die Ausbildungsmesse bislang immer einen ausgezeichneten Besuch hatte, aber gerade deshalb aus Hygienegründen im Beruflichen Schulzentrum nicht durchführbar sei: "Es wird sich bei den Schülern auf vier bis fünf Betriebe konzentrieren, es ist aber auf der anderen Seite auch von Vorteil für die Unternehmen, weil sich die Schüler konzentrieren. Die Schüler sehen nicht nur den Ausbildungsstand, sondern auch das Unternehmen vor Ort. Es gibt Vorteile, es gibt Nachteile."

Arbeitskreis-Vorsitzender Dr. Michael Pfitzner betonte, dass man vom Arbeitskreis Schule-Wirtschaft an die Unternehmen appellieren werde, am Samstag, 17. Oktober 2020, ihre Türen zu öffnen. Schirmherr wird auch bei der dezentralen Ausbildungsmesse Landrat Klaus Peter Söllner sein, der sich, wie Dr. Pfitzner betonte, für den Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und die Berufsorientierung im besonderen Maße engagiere.

Über einen Flyer und auch über eine Internetplattform werden die Unternehmen und Betriebe aufgelistet, die sich an der dezentralen Ausbildungsmesse beteiligen und auch alle Schulen werden davon in Kenntnis gesetzt. Dr. Michael Pfitzner: "Wir werden in diesen Unterlagen darstellen, wann bei welchem Unternehmen ein Besuch möglich ist, damit die Eltern das auch koordinieren können." Wie Martin Witterauf vom Landratsamt noch zu verstehen gab, wird auch ein Online-Kartendienst ähnlich wie Google Maps angeboten, mit dem man sich über Ausbildungsschwerpunkte informieren kann.

    
    

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