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Omnibus brennt völlig aus

Am Ortseingang von Neuensorg fängt ein Bus Feuer. Der Fahrer versucht vergebens, die Flammen selbst zu löschen. Möglicherweise muss jetzt die Straße gesperrt werden.

Als die Feuerwehren aus Neuensorg, Marktleugast, Hohenberg und Guttenberg am Brandort eintrafen, stand der Bus in hellen Flammen. Das Fahrzeug war nicht mehr zu retten. Auch ein Gartenzaun, das Neuensorger Ortsschild und die Straße selbst wurden in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Polizei   » zu den Bildern

Am Ortseingang von Neuensorg fängt ein Bus Feuer. Der Fahrer versucht vergebens, die Flammen selbst zu löschen. Möglicherweise muss jetzt die Straße gesperrt werden.

MARKTLEUGAST/NEUENSORG Ein Reisebus älteren Baujahrs ist am Montagnachmittag am Ortseingang von Neuensorg in Brand geraten und vollständig ausgebrannt. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Zum Zeitpunkt des Unglücks befand sich der 35-jährige Fahrer allein im Bus, Fahrgäste waren nicht an Bord.

Mehrere Stunden war die Einfahrt nach Neuensorg vollständig gesperrt. Die Befürchtungen des Leiters der Polizeiinspektion Stadtsteinach, Georg Löffler, die Ortseinfahrt auch in den kommenden Tagen nur halbseitig befahrbar sein, haben sich nach einer Überprüfung durch die Straßenmeisterei glücklicherweise nicht bestätigt. Das massive Feuer hatte auch die Fahrbahndecke in Mitleidenschaft gezogen. Einige Zeit war offen, ob die Straße bis zur Reparatur gesperrt werden muss.

Gegen 14.20 Uhr war der 35 Jahre alte Busfahrer, ein Angestellter eines Busunternehmens aus dem nördlichen Landkreis Kulmbach, mit dem bereits einige Jahre alten Fahrzeug auf einer Probefahrt zwischen Hohenberg und Neuensorg unterwegs. Gerade als er aus dem Kreisverkehr kommend das Ortsschild von Neuensorg passierte, schlugen plötzlich Flammen aus dem Motorraum. Sofort stoppte der Mann sein Fahrzeug.

"Versuche des Fahrers, das Feuer selbst zu löschen, sind gescheitert", berichtet der Stadtsteinacher Polizeichef. Georg Löffler informiert, dass das große Fahrzeug binnen kürzester Zeit in Vollbrand gestanden war.

Weil von dem brennenden Bus eine massive Rauchwolke in Richtung des Dorfes zog, informierte die Integrierte Leitstelle Bayreuth die Anwohner des Ortes, vorsichtshalber Türen und Fenster geschlossen zu halten, um sich nicht dem beißenden Qualm auszusetzen.

Die alarmierten Feuerwehren aus Marktleugast, Neuensorg, Hohenberg und Grafengehaig hatten den Brand dann schnell unter Kontrolle. Unter anderem haben die Einsatzkräfte mit Löschschaum gegen die Flammen gekämpft. Das Fahrzeug konnte die Feuerwehr aber auch nicht mehr retten: Von dem Bus war nur noch das glühende Gerippe übrig, als der Brand nach kurzer Zeit gelöscht war. Die Feuerwehrleute und auch die am Unfallort eingesetzten Polizisten mussten unter denkbar schweren Bedingungen arbeiten: Während des Einsatzes regnete es nicht nur in Strömen, es stürmte auch massiv.

Doch nicht nur das Fahrzeug selbst war von dem Brand betroffen. Wie die Polizei berichtet, explodierte durch das Feuer einer der Reifen. Herumfliegende Trümmer des Reifens und des Fahrzeugs schlugen gegen den Zaun eines Anwesens und beschädigten ihn. Auch das Neuensorger Ortsschild muss ausgetauscht werden: Die Hitze hat es schwer beschädigt. Der Ortsname ist kaum mehr leserlich. "

Den ausgebrannten Bus haben Mitarbeiter des Busunternehmens schließlich einige Stunden nach dem Vorfall selbst geborgen, berichtet die Polizei. Damit mussten sie allerdings warten, bis von dem Fahrzeug keine gefährliche Hitze mehr ausging. Was zu dem verheerenden Feuer geführt hat, ist nach Angaben der Polizei derzeit noch unbekannt. Die Polizei wird die Ursache untersuchen. Die Kreisstraße 13 zwischen den Ortschaften Neuensorg und Hohenberg war wegen der Aufräumungsarbeiten am Brandort noch bis nach 18 Uhr am Montagabend gesperrt. Nach bisherigen Schätzungen der Polizei beläuft sich der gesamte Sachschaden auf etwa 25 000 Euro. Den Zeitwert des Busses vor dem Brand gibt die Polizei mit rund 20 000 Euro an.

Die Ortseinfahrt von Neuensorg muss nach dem Brand des Reisebusses direkt am Ortseingang dann doch nicht halbseitig gesperrt werden. Das teilte die Straßenmeisterei des Landkreises Kulmbach einen Tag nach dem Feuer mit. Die Befürchtung war, dass die Fahrbahndecke aufgrund der immensen Hitze so beschädigt wurde, dass die Kreisstraße KU 13 bis zur Reparatur halbseitig gesperrt werden muss. Doch trotz des tatsächlich entstandenen Schadens an der Straße kann der Verkehr ungehindert rollen, heißt es aus der Straßenmeisterei. Mitarbeiter des Landkreises haben allerdings umgehend im Bereich der Unfallstelle das Bankett ausgehoben, um Brandreste, aber auch den Löschschaum zu entsorgen. Der Bereich sei mit Baken gesichert worden. Eine Verengung der Fahrbahn sei aber nicht nötig gewesen.

    
    

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