» zur Übersicht Landkreis Kulmbach
    
Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   


Helfer suchen "Kundschaft"

Alte und chronisch kranke Menschen sind vom Corona-Virus besonders gefährdet. Viele wollen Unterstützung leisten. Doch aus den "Risikogruppen" kommt kaum Nachfrage.

Mit seiner Aktion "Lasst uns Corona stoppen - Bleibt zu Hause" hat der Landkreis Kulmbach viel Erfolg. Besonders wichtig ist es jetzt für alte und kranke Menschen, möglichst zu Hause zu bleiben. In allen Gemeinden des Landkreises bieten Menschen Senioren und Kranken an, ihre Einkäufe zu erledigen. Noch wird dieses Angebot allerdings nur sehr zögerlich angenommen. Grafik: KW/Landkreis Kulmbach  

Alte und chronisch kranke Menschen sind vom Corona-Virus besonders gefährdet. Viele wollen Unterstützung leisten. Doch aus den "Risikogruppen" kommt kaum Nachfrage.

HIER WIRD UNTERSTÜTZUNG VERMITTELT

Allen Helferkreisen steht bei Rückfragen das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) am Landratsamt unter der Telefonnummer 09221/707-150 beratend zur Seite. In ganz Bayern ist die vorhandene Infrastruktur der Freiwilligenagenturen und KoBE’s derzeit besonders gefragt, als Informationsgeber und Netzwerkstellen..

Nachfolgend der Überblick zu allen derzeit bekannten Initiativen im Landkreis Kulmbach.

Neue, beziehungsweise dem Landratsamt noch nicht bekannte Initiativen möchten sich bitte bei KoBE am Landratsamt unter der oben genannten Telefonnummer melden.

Diese Hilfsangebote stehen bereits:

Stadt Kulmbach, 09221/940-236, helferkreis@stadt-kulmbach.de

Markt Grafengehaig (Evangelische Kirchengemeinde), 09255/360

Gemeinde Guttenberg, 0160/8120593

Gemeinde Harsdorf, 09203/3260386

Gemeinde Himmelkron, 0157/33864646

Markt Kasendorf (Fettnäpfchen Döllnitz), 0171/3148668

Stadt Kupferberg (Helfergruppe Corona Care), 09227/9738005

Markt Ludwigschorgast, 09225/9515-0

Markt Mainleus, 09229/87812

Markt Marktleugast, 09255/9470

Markt Marktschorgast, 09227/9430-0

Gemeinde Neudrossenfeld, 09203/99310

Gemeinde Neuenmarkt, 09227/930-0

Markt Presseck, 09222/9970-10

Stadt Stadtsteinach, Tel. 09225/957822

Markt Thurnau, 09228/9510

Gemeinde Trebgast (SPD Ortsverein), 0170/4792928

Gemeinde Untersteinach, 09225/9515-0

Markt Wirsberg (Nachbarschaftshilfe), 09227/932-15

Markt Wirsberg (TSV Wirsberg), 09227/6195


KULMBACH "Ich finde das eine super Sache, dass die Stadt Kulmbach so schnell die Initiative ergriffen hat", sagt ein Mann aus Kulmbach. Der 79-Jährige und seine 81 Jahre alte Ehefrau sind unter den insgesamt fünf Haushalten, die ehrenamtlich angebotene Einkaufs- und Besorgungshilfen in Anspruch nehmen. "Meine Frau und ich sind wegen unseres Alters und wegen Vorerkrankungen Risikopatienten, und wir haben niemanden vor Ort, der uns helfen könnte."

"Begeistert"

Dass jetzt, vermittelt von der Stadt, die dringend benötigte Hilfe da ist, macht die beiden Senioren dankbar. "Ohne jede Bürokratie hat Schramm gehandelt, als andere erst diskutiert haben", erzählt der Senior und findet das "toll". Seine Frau ergänzt: "Wir sind nicht einfach nur faul, und wir nützen dieses Angebot auch nicht aus. Aber wir müssen vorsichtig sein. Helfer haben für das Ehepaar bereits ein Rezept beim Hausarzt abgeholt und die Medikamente bei der Apotheke beschafft und geliefert. Gestern hat wieder jemand Lebensmittel für das Ehepaar eingekauft. "Wir sind begeistert, dass sich Menschen so engagieren", erzählen die beiden.

125 wollen helfen

125 Helfer haben sich spontan bei der Stadt Kulmbach gemeldet und angeboten, Senioren zu unterstützen, berichtet Thomas Tischer aus der Wirtschaftsförderung der Stadt. Überwiegend kommen diese Menschen aus Kulmbach, aber auch aus dem Landkreis haben Bürger ihre Hilfe angeboten. Die Ressourcen sind also da. Jetzt müssten sich nur noch mehr Menschen auch trauen, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen. Deswegen ruft Thomas Tischer dazu auf, dass sich gerne jeder melden soll, der jetzt Unterstützung braucht. Das gilt auch für die Hausaufgabenhilfe, die die Stadt mit den Mitgliedern von "Musik verbindet" und weiteren Studenten auf die Beine gestellt hat. "Wir versuchen, in vielen Richtungen etwas anzubieten und konkrete Hilfestellung für die Bürger und unsere Unternehmen zu leisten", sagt OB Henry Schramm. Er dankt allen, die sich an den verschiedenen Hilfsaktionen beteiligen.

Landrat sagt danke

"Einmal mehr stellt sich in Krisensituationen die Leistungsfähigkeit des bürgerschaftlichen Engagements als ungemein wertvoll für unsere Gesellschaft heraus", fasst Landrat Klaus Peter Söllner zusammen. Auch er ist begeistert, dass sich inzwischen in fast allen Gemeinden Hilfsangebote entwickelt haben. "Im Landkreis Kulmbach wurden mittlerweile fast flächendeckend ehrenamtliche Einkaufsdienste eingerichtet, die ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger oder Menschen, die wegen einer Grunderkrankung zur Coronavirus-Riskogruppe zählen, bei Einkäufen und sonstigen notwendigen Besorgungen unterstützen."

330 Freiwillige

Mehr als 330 Helfer haben sich in wenigen Tagen in den Rathäusern, bei Vereinen oder Helferkreisen gemeldet und ihre Bereitschaft zur Unterstützung bekundet. Es sei ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass sich so viele Menschen solidarisch zeigen und ihre Hilfe anbieten, um mit der Corona-Krise auch in der direkten Nachbarschaft umzugehen, betont der Landrat. "All den spontanen Initiativen wird ausdrücklich gedankt, für den Aufruf zur Hilfe vor Ort und für alle Organisation, die damit verbunden ist."

Sicherheit ist wichtig

"Engagement wie wir es kennen, kann in der aktuellen Situation nicht wie gewohnt stattfinden. Deshalb ist es wichtig, im Hinblick auf Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten einige wesentliche Punkte unbedingt zu beachten", heißt es aus dem Landratsamt. Auf der Internetseite des Landkreises gibt es Tipps für alle Helfer: landkreis-kulmbach.de/corona-und-engagement. Unter anderem geht es um den Umgang mit den Freiwilligen und mit den Nutzern, um Informationen zum Versicherungs- und Datenschutz. Freiwillige erfahren, wie Geld- und Lebensmitteltransfer ohne direkten körperlichen Kontakt funktioniert. Weiterhin werden Freiwillige gesucht.

Aufruf an Zielgruppe

Die Zahl der Nutzer der Einkaufsdienste sei in allen Gemeinden noch sehr überschaubar. "Wir möchten ältere und kranke Menschen ermutigen, das nun eingerichtete Unterstützungssystem vor Ort auch aktiv zu nutzen" ruft das Landratsamt auf.

    
    

Diesen Artikel

    
    

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

aufgrund der Corona-Krise mit ihren schlimmen wirtschaftlichen Auswirkungen – auch für unsere Verlagsgruppe – wird die Mittwochsausgabe des BLICKPUNKTs vorerst bis Ende April eingestellt.
Am Wochenende werden Sie aber – wie gewohnt – auch weiterhin einen BLICKPUNKT in Ihrem Briefkasten finden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!


Blickpunkt-Ausgaben vom 30.05.2020

    
    

Online-Anzeigenannahme

Möchten Sie eine Anzeige aufgeben?

Hier können Sie bequem Ihre Anzeige verfassen:

»Anzeige online aufgeben

Alternativ erreichen Sie unsere Anzeigenannahme telefonisch unter der Service-Hotline 09281/1802042 oder per Fax unter 09281/816-148.

    
    

Mediadaten 

Die gesamte Preisliste mit Preisen für Kombi-/ Einzelausgaben, Farbanzeigen und viele weitere Informationen wie Verbreitungsgebiet und Erscheinungsweise finden Sie hier. »mehr
    
    
    
 
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.