» zur Übersicht Landkreis Kulmbach
    
Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   


Start für den JUZ-Umbau

Aus der Bahnhofskneipe "Bockela" wird in den kommenden Monaten das neue Kulmbacher Jugendzentrum. Die Elektro- und Sanitärarbeiten machen den Anfang.

Der Saal ist leer und wartet auf seine neue Bestimmung. In die ehemalige Bahnhofsgaststätte soll das Jugendzentrum einziehen.  

Aus der Bahnhofskneipe "Bockela" wird in den kommenden Monaten das neue Kulmbacher Jugendzentrum. Die Elektro- und Sanitärarbeiten machen den Anfang.

KULMBACH Der raue Charme der Bahnhofskneipe soll erhalten bleiben. Aber die alte Technik muss trotzdem raus. Stück für Stück arbeiten sich die Elektriker und Installateure vorwärts. Nachdem der Stadtrat grünes Licht für den schnellen Ausbau gegeben hat, die Frankenpost berichtete, sind am Montag die ersten Arbeiter angerückt. Sie wollen die ehemalige Bahnhofskneipe "Bockela" in das künftige Kulmbacher Jugendzentrum verwandeln.

Während die Umbauarbeiten laufen, ruht zwangsweise der Betrieb des JUZ. Die Programmpunkte für Kinder und Jugendliche werden im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2019 zwar nach und nach wieder angeboten werden, sagt Kreisjugendpfleger Jürgen Ziegler, der Geschäftsführer des Kreisjugendrings. Dennoch ist aktuell an einen geregelten Betrieb nicht zu denken.

"Wir können uns nicht auf Woche und Monat genau festlegen", erklärt Ziegler im Gespräch mit der Frankenpost. "Eine Heidenarbeit liegt vor uns. Wir stehen vor großen Herausforderungen." Dennoch bleibe er optimistisch, dass das JUZ am neuen Standort bald gut anläuft.

Das gebrauchte Inventar aus dem "Bockela" ist bereits verschwunden. Auch die alte Theke musste abgebaut werden. Denn sie war zu beschädigt, um im Café des Jugendzentrums eine weitere Verwendung zu finden. Die Abbruchfirma hat die zwei Etagen mit einer Gesamtfläche von 350 Quadratmetern komplett leergeräumt. Parallel laufen die Elektroarbeiten mit einem Volumen von knapp 14 000 Euro sowie die Sanitärarbeiten, die rund 18 500 Euro kosten sollen.

Insgesamt investiert die Stadt Kulmbach 150 000 Euro, um die Immobilie umbauen zu lassen. Mit der Eigentümerin des Gebäudes, der Deutschen Bahn AG, hat die Stadt mittlerweile einen Mietvertrag geschlossen.

Die Bahn lässt derzeit den Brandschutz erneuern. Oberbürgermeister Henry Schramm hat die jüngsten Arbeiten vergeben und wird wegen der Dringlichkeit schon bald ein weiteres Unternehmen beauftragen, die Maurer-, Maler-, Putz- und Bodenbelagsarbeiten zu starten.

Der Stadtrat hatte dem Nutzungskonzept im vergangenen Oktober zugestimmt. Landkreis, Stadt und Kreisjugendring werden ihre Zusammenarbeit an neuer Stelle fortsetzten. Vor gut 19 Jahren hatte das JUZ in der "Alten Spinnerei" oberhalb des Busbahnhofs sein 1300 Quadratmeter großes Quartier bezogen. Wegen der Sanierungs- und Umbauarbeiten, die in dem Gebäude aktuell geplant sind, kann die Einrichtung dort aber nicht bleiben und muss ausziehen.

"Wir räumen derzeit das alte JUZ aus", sagt Jürgen Ziegler. "Alles können wir nicht mitnehmen. Ein Teil wird woanders eingelagert." Wenn die Mitarbeiter mit dem Ausräumen fertig sind, muss der Umzug organisiert werden.

Mit dem Umbau der alten Gaststätte gehe es recht schnell voran, sagt der Geschäftsführer des Kreisjugendrings. Die Zusammenarbeit mit den Firmen klappe sehr gut. "Wir können festlegen, wo wir die Steckdosen wollen und wo die WLAN-Verteilungspunkte und die Videoüberwachung hin sollen." Eine ganze Menge müsse jedoch noch geplant und abgesprochen werden, betont Jürgen Ziegler.

Stadt, Landkreis und Kreisjugendring hatten sich darauf verständigt, den Betrieb der "Alten Spinnerei" vorübergehend einzustellen. Seit Ende Juli 2018 ist bekannt, dass während der Bauarbeiten am ehemaligen Standort das JUZ aus Sicherheitsgründen nicht mehr betrieben werden kann. Im September hatte der Stadtrat entschieden, mit der Gaststätte "Bockela" als alternativen JUZ-Standort zu planen.

Möglichst ohne eine allzu lange Leerlaufphase soll der Betrieb weitergehen, haben sich die Verantwortlichen im Herbst gewünscht. Nun liegt es an den Handwerksfirmen, die aus dem ehemaligen "Bockela" ein vorzeigbares Jugendzentrum machen sollen.

    
    

Diesen Artikel

    
    

Online-Anzeigenannahme

Möchten Sie eine Anzeige aufgeben?

Hier können Sie bequem Ihre Anzeige verfassen:

»Anzeige online aufgeben

Alternativ erreichen Sie unsere Anzeigenannahme telefonisch unter der Service-Hotline 09281/1802042 oder per Fax unter 09281/816-148.

    
    

Mediadaten 

Die gesamte Preisliste mit Preisen für Kombi-/ Einzelausgaben, Farbanzeigen und viele weitere Informationen wie Verbreitungsgebiet und Erscheinungsweise finden Sie hier. »mehr