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Zurück zur Natur

Nach dem Walderlebnistag ist auch der Aktionstag "Agrotourismus" ein Erfolg. Zahlreiche Besucher erkunden, was Bauernhöfe alles zu bieten haben.

Die Eröffnung fand im Sahrhof statt und zeigt von links Amtschef Guido Winter, 2. Bürgermeister Albert Kolb, Vorstand Stephan Ringwald, Bürgermeister Stephan Heckel-Michel, Markus Lagnier vom CVG, Klaus Schaumberg, Alexander Fuchs vom Sahrhof und Landrat Klaus Peter Söllner.  

Nach dem Walderlebnistag ist auch der Aktionstag "Agrotourismus" ein Erfolg. Zahlreiche Besucher erkunden, was Bauernhöfe alles zu bieten haben.

KÖDNITZ/TREBAGAST/HARSDORF Für viele Familien wurde der Aktionstag "Agrotourismus" wieder zu einer erlebnisreichen Landpartie zwischen Ködnitz, Trebgast und Harsdorf. Herrliches Herbstwetter begünstigte diesen Tag und besondere Anziehungspunkte waren diesem Jahr zwei Akteure, die erstmals dabei waren: Die Naturkräuterschmiede in Harsdorf und der Laitscher Hof hoch droben im Harsdorfer Ortsteil Oberlaitsch. Landrat Klaus Peter Söllner stellte fest, dass die Menschen wieder eine sehr starke Beziehung zur Natur entwickeln, wenn man ihnen die Chance dazu gibt. Bestes Beispiel war der Walderlebnistag am vergangenen Sonntag, als mehr als 10 000 Besucher Stadtsteinach regelrecht bevölkerten. Es wurde auch deutlich, dass die Landwirtschaft viel mehr zu bieten hat als nur die Produktion von Lebensmitteln und Rohstoffen. Sie bietet auch Erlebnis- und Wissensangebote an. Eröffnet wurde der Aktionstag im Landhaus Sahrhof im Trebgaster Ortsteil Feuln.

Projektleiter Klaus Schaumberg konnte dabei wieder viel Lob einheimsen, denn er hatte den Aktionstag mit den 21 Akteuren bis ins letzte Detail organisiert. Gelungen war auch das Werbefaltblatt mit dem Titel "Kostbarkeiten zwischen Ranga und Weinleite" So richtig stimmte dieser Titel natürlich nicht mehr, denn mit der Naturkräuterschmiede der Familie Feulner und dem Ferien- und Mitmachhof der Familie Wirth in Oberlaitsch hatte man zwei Akteure an der Landkreisgrenze zu Bayreuth mit ins Boot genommen. Aber genau diese beiden Akteure profierten dabei auch von vielen Besuchern aus dem Landkreis und vor allem der Stadt Bayreuth.

Der Ort für die Eröffnung des Aktionstages hätte nicht besser sein können, denn der denkmalgeschützte Hof beherbergt im ehemaligen Gesindehaus eine außergewöhnliche Ferienwohnung, im ehemaligen Schweinestall ist die Sahrhof Vinothek untergebracht, dabei mit einer Auswahl von mehr als 60 Weinen aus den Gebieten Franken, Saale-Unstrut, Regensburg, Friaul-Julisch Venetien und Istrien. Diese Auswahl ließ das Herz von Bürgermeister Stephan Heckel-Michel höher schlagen. Auch Landrat Klaus Peter Söllner, sonst eher ein Anhänger des Gerstensaftes, ließ sich nach der Eröffnung einen guten Tropfen Wein schmecken. Zum Sahrhof gehört im Übrigen ein kleiner neu angelegter Weingarten am der Rande der historischen Ködnitzer Weinleite.

Klaus Schaumberg wies darauf hin, dass die Projektstelle "Agrotourismus Frankenwald" noch bis Ende dieses Jahres läuft. Die Grundidee war, verschiedene Bauernhöfe, die in der Direktvermarkung und mit Urlaub auf dem Bauernhof tätig sind, miteinander zu vernetzen und gemeinsam als touristisches Segment darzustellen. Nach dem überwältigenden Erfolg im letzten Jahr war die Bereitschaft auch in diesem Jahr da, sich der Öffentlichkeit zu stellen und für die Produkte und Einrichtungen zu werben.

Dazu gehören Bewirtungen und Führungen, die auch gestern vielfältig angeboten wurden. Klaus Schaumberg bedauerte ein klein wenig, dass der Tourismus den Agrotourismus als ergänzendes Segment nicht so aufgenommen hat, wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte.

Landrat Klaus Peter Söllner machte deutlich, dass Agrotourismus ein Thema mit Potenzial ist, auch wenn man dazu einen langen Atem benötigt. An die Adresse von Klaus Schaumberg sagte der Landrat: "Es geht nicht von heute auf morgen, aber Sie haben versucht, Mitstreiter zu finden und durch Ihre Arbeit ist das Thema in den Mittelpunkt gerückt. Wenn man die Genussregion Oberfranken betrachtet, dann hat auch das einige Jahre gedauert, aber heute ist es eine Marke, an der niemand mehr vorbeikommt. Wenn es um Agrotourismus geht, hat gerade das Weißmaintal sehr viele Highlights, aber auch der übrige Landkreis hat durchaus beachtliche Schwerpunkte." Man spüre, so der Landrat, dass die Menschen in einer hochtechnisierten, komplizierten und durchgetakteten Zeit in die Natur wollen, um damit auch positive Erlebnisse zu verbinden.

Zweiter Bürgermeister Albert Kolb (Trebgast) und Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (Ködnitz) sowie Amtsleiter Guido Winter vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Vorstand Stephan Ringwald von der VR Bank Oberfranken-Mitte wiesen ebenfalls auf die Bedeutung des Aktionstages hin.

    
    

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