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Drei Brände an einem Tag

Die Trockenheit hält weiterhin die Feuerwehren in Atem. Gleich dreimal musste die Kulmbacher Feuerwehr am Sonntag Flammen löschen. Zwei Stunden lang war die Nordumgehung gesperrt.

In hellen Flammen stand der Pkw auf der Nordumgehung.  

Die Trockenheit hält weiterhin die Feuerwehren in Atem. Gleich dreimal musste die Kulmbacher Feuerwehr am Sonntag Flammen löschen. Zwei Stunden lang war die Nordumgehung gesperrt.

KULMBACH Mit einem freien Wochenende können Feuerwehrleute derzeit nicht ohne Weiteres rechnen. Gleich dreimal mussten Kulmbacher Feuerwehren am Sonntag zu Bränden ausrücken. Auf der Nordumgehung war ein Pkw in Flammen aufgegangen. Dabei wurde auch noch ein Flächenbrand ausgelöst. Bei Neuseidenhof hatten auf einem Lagerplatz Strohballen Feuer gefangen. Nahe der Staatsstraße 2190 bei Katschenreuth musste die Feuerwehr eine brennende Fläche löschen.

In den frühen Morgenstunden des Sonntags gab es innerhalb nur einer Stunde gleich zwei Alarmierungen. Um 4.33 Uhr war für die Feuerwehrleute der Stadt Kulmbach sowie der Stadtteilfeuerwehren Katschenreuth und Melkendorf und Mainleus die Nacht zu Ende. An einem Lagerplatz für Rundpressballen loderten Flammen aus zwei Ballen. Mit den beiden wasserführenden Fahrzeugen der Feuerwehr Mainleus wurde das Feuer abgelöscht. Damit nicht noch mehr passiert, wurden die Ballen auseinandergezogen. Die Löschwasserversorgung stellten die Einsatzkräfte mit einem Tanklöschfahrzeug sicher. Das Strohlager befand sich in der Nähe des Fahrradwegs in Richtung Pölz, nur etwa 80 Meter von der Unterführung entfernt. Wie es zu dem Feuer gekommen war, ist noch nicht geklärt.

Nicht einmal 30 Minuten später, die Feuerwehr war noch in Neuseidenhof im Einsatz, folgte schon der nächste Alarm. Diesmal war die Feuerwehr gefordert, einen Flächenbrand zu löschen, der an der Staatsstraße 2190 bei Katschenreuth ausgebrochen war. Bei der Untersuchung des Brandorts wurde eine Feuerstelle entdeckt. Offenbar hatte jemand ein Lagerfeuer angezündet. Ob der Brand dadurch ausgelöst worden ist, muss die Polizei untersuchen.

Der größte Einsatz dieses Tages stand den Wehrleuten aber noch bevor. Bereits um 10.58 Uhr mussten die Frauen und Männer und schon wieder in ihre Dienstkleidung schlüpfen. 25 Einsatzkräfte wurden auf der Nordumgehung gebraucht. Auf der B 289 brannte ein Auto.

Als die Feuerwehr am Brandort eintraf, stand der Wagen inklusive der Reifen bereits lichterloh in Flammen, berichtet Michael Weich. Teile der durch die Hitze platzenden Reifen flogen in die Böschung und setzten auch das trockene Gras dort in Brand. Das Feuer, durch auslaufenden Kraftstoff aus dem Auto noch zusätzlich genährt, war so heftig, dass sogar die Asphaltdecke brannte. Umgehend wurden weitere Fahrzeuge nachgefordert, um genügend Löschwasser an die Einsatzstelle zu bringen. Acht Fahrzeuge waren am Brandort, um die Flammen in Griff zu bekommen.

Mit Hilfe der Schaumpistole konnte das Fahrzeug durch den Angriffstrupp zunächst grob abgelöscht werden. Danach wurde noch längere Zeit mit Löschwasser gekühlt und auch die Böschung richtig eingewässert, damit auch das letzte mögliche Glutnest erstickt war. Die Nordumgehung war währenddessen in beiden Richtungen vollständig gesperrt. Bis der Verkehr wieder beidseitig frei gegeben werden konnte, waren mehr als zwei Stunden vergangen. Die Verkehrsteilnehmer wurden während der Sperrung umgeleitet und mussten Umwege und Behinderungen in Kauf nehmen.

Auch Kreisbrandinspektor Thomas Limmer und Kreisbrandmeister Peter Hochgesang waren an der Einsatzstelle eingesetzt. Da zunächst unklar war, wohin das kontaminierte Löschwasser ablief, kamen auch Vertreter des Landratsamtes, des Wasserwirtschaftsamtes und der Straßenmeisterei an die Einsatzstelle. Bis 15.30 Uhr, viereinhalb Stunden, dauerte der Einsatz. Erst dann konnten die Feuerwehrleute wieder abrücken.

Die Polizei hat ermittelt, das der Fahrer des Wagens, ein Mann aus dem westlichen Landkreis Kulmbach auf der B 289 in Richtung Untersteinach unterwegs gewesen ist. Zwischen den Abfahrten zur Saalfelder Straße und zur Hofer Straße bemerkte der Mann, dass sein Opel älteren Baujahres plötzlich stark zu Qualmen begann. Er sah sich gezwungen, den Wagen am Fahrbahnrand abzustellen, auszusteigen und die Feuerwehr zu verständigen. Doch da war es bereits zu spät, das Auto noch zu retten. Der entstandene Sachschaden bewegt sich nach Angaben der Polizei aufgrund des Alters des Fahrzeugs im unteren vierstelligen Bereich. Die Polizei Kulmbach die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Derzeit liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

Auch am Montag musste die Kulmbacher Feuerwehr ausrücken. Eine Brandmeldeanlage bei der Firma Bergophor hatte ein Feuer gemeldet. Als die Einsatzkräfte anrückten, erwies sich das aber glücklicherweise als Fehlalarm, berichtet die Polizei.

Die Polizei Kulmbach hat vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Derzeit liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

Für die Dauer der Lösch- und Bergungsarbeiten war die Bundesstraße in beide Richtungen voll gesperrt. Insgesamt mussten die Autofahrer für rund zwei Stunden entsprechende Verkehrsbehinderungen in Kauf nehmen.

    
    

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