» zur Übersicht Landkreis Kulmbach
    
Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   


Notaufnahme jetzt selbstständige Einheit

Mit Dr. Sabine Leins bekommt die Notaufnahme des Klinikums Kulmbach erstmals eine Leitende Ärztin. Die Notaufnahme ist damit "auf Augenhöhe" mit den anderen Kliniken. Kulmbach - Seit 1. Juli ist Dr.

Dr. Sabine Leis ist die erste Leitende Ärztin der Notaufnahme am Klinikum in Kulmbach . Am 1. Juli hat sie ihren Dienst angetreten.  

Mit Dr. Sabine Leins bekommt die Notaufnahme des Klinikums Kulmbach erstmals eine Leitende Ärztin. Die Notaufnahme ist damit "auf Augenhöhe" mit den anderen Kliniken.

Kulmbach - Seit 1. Juli ist Dr. Sabine Leins die erste Leitende Ärztin in der Notaufnahme des Klinikums Kulmbach. Die 58-jährige Medizinerin ist Fachärztin für Chirurgie und bringt eine langjährige Erfahrung in der Behandlung von Notfallpatienten mit. Dr. Sabine Leins hat in Bogenhausen und am Leopoldina-Krankenhaus in Schweinfurt als Oberärztin gearbeitet. Für die Notaufnahme hat sie sich bewusst entschieden: "Diese Arbeit ist extrem abwechslungsreich. Man kann sich nie auf etwas einstellen. Man weiß weder, wie viele Patienten man an einem Tag hat, noch welche Fälle es zu behandeln gilt. Als Arzt ist man damit sehr gefordert. Für die Arbeit in einer Notaufnahme gibt es nur zwei Optionen: Man liebt sie oder man hasst sie."

Aus München

Die geborene Münchnerin Sabine Leins hatte sich nach ihrem Medizinstudium in Regensburg und München zunächst für Urologie interessiert, sich dann aber entschlossen, Chirurgin zu werden. Bewusst hat sich Dr. Leins, wie sie sagt, nicht auf eine bestimmte Subdisziplin spezialisiert. Ihr Interesse richtete sie stattdessen auf generalistische Arbeit. "In der Medizin braucht es auch Allrounder", sagt sie. Als solches begreift sie ihre Tätigkeit in der Notaufnahme und weiß, dass die Zusammenarbeit mit allen Fachrichtungen gerade in einer Notaufnahme unverzichtbar ist. "Natürlich müssen wir alle Disziplinen einbinden." Es sei immer gut, sich auszutauschen und zusammenzuarbeiten. "Vier Augen sehen mehr als zwei."

Spannende Arbeit

Dass auch viel organisatorische Arbeit auf sie zukommt, weiß die neue Leitende Ärztin. Sie will aber auch bei der Behandlung der Patienten eingebunden sein. "In erster Linie bin ich Ärztin", sagt sie. Die Arbeit in der Notaufnahme sei spannend, macht Dr. Leins deutlich. "Die Menschen kommen oft mit ganz unspezifischen Symptomen zu uns." Dann gelte es, möglichst schnell Antworten zu präsentieren. "Nichts ist schlimmer als die Diagnose, nichts zu finden."

Dr. Sabine Leins wird in Kulmbach und in München wohnen. Mit ihrem Mann hat sie vereinbart, die Wochenenden abwechselnd gemeinsam in München und Kulmbach zu verbringen. Die beiden Kinder sind erwachsen. Der Sohn studiert Medizin, die Tochter Jura. Kulmbach hat Dr. Leins auf Anhieb gefallen. "Hier ist alles so offen und freundlich." Besonders die vielen Blumen in der Kulmbacher Innenstadt haben es der Medizinerin angetan."

Die Arbeit als Ärztin in einer Notaufnahme ist sehr zeitintensiv. Die Arbeitszeiten sind oft nicht planbar. Für Hobbys bleibt da wenig Zeit. Aber wenn, dann geht es zum Walken oder zum Skifahren. Zur Entspannung greift die Chirurgin gern zu einem Buch. "Die Kinder sind groß, der Beruf geht vor", sagt Dr. Leins und freut sich auf ihre neuen Aufgaben in Kulmbach.

Notaufnahmen in Kliniken, erklärt Klinikums-Geschäftsführerin Brigitte Angermann, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Zahlen aus dem Klinikum Kulmbach belegen das eindrucksvoll. Mehr als 25 000 Patienten pro Jahr werden in der Kulmbacher Notaufnahme behandelt. Etwa die Hälfte davon ambulant, die andere Hälfte wird stationär aufgenommen. Die Fallzahlen, sagt Brigitte Angermann, steigen kontinuierlich. Das habe der sogenannte Gemeinsame Bundesausschuss zum Anlass genommen, ein gestuftes System für Notfallstrukturen zu erstellen. "Damit wird der Entwicklung Rechnung getragen, die Notaufnahmen auf Augenhöhe mit anderen Fachrichtungen zu stellen und sie als eigenen Bereich mit eigenen spezifischen Anforderungen zu etablieren." Die logische Konsequenz daraus sei es, für diesen Bereich auch eine eigene ärztliche Leitung einzusetzen.

Mehr Frequenz

Dem schließen sich auch Landrat Klaus Peter Söllner und Oberbürgermeister Henry Schramm an. Landrat Söllner erklärt, die Notaufnahme sei aufgrund der enormen Frequenz seit Jahren ein Brennpunkt im Klinikum Kulmbach. Gerade diesen Bereich, in dem es aufgrund des großen Patientenaufkommens immer wieder Engpässe gebe, jetzt noch mehr zu professionalisieren, sei ein Gebot der Stunde gewesen. Oberbürgermeister Henry Schramm ergänzt, es sei eine glückliche Fügung gewesen, für diese erstmals zu besetzende Stelle eine Ärztin gewonnen zu haben, die bereits jahrelang Erfahrungen in ebenfalls hoch ausgelasteten Notaufnahmestationen sammeln konnte. Über die Notaufnahme, sagt Schramm, kommen schließlich rund die Hälfte aller stationären Patienten des Klinikums ins Haus, nicht wenige in kritischem Zustand.

Diese Abteilung personell nochmals zu verstärken, sehen Klaus Peter Söllner wie auch Henry Schramm zusammen mit der gesamten Verbandsversammlung als eine weitere richtige und zukunftsweisende Entscheidung.

    
    

Diesen Artikel

    
    

Online-Anzeigenannahme

Möchten Sie eine Anzeige aufgeben?

Hier können Sie bequem Ihre Anzeige verfassen:

»Anzeige online aufgeben

Alternativ erreichen Sie unsere Anzeigenannahme telefonisch unter der Service-Hotline 09281/1802042 oder per Fax unter 09281/816-148.

    
    

Mediadaten 

Die gesamte Preisliste mit Preisen für Kombi-/ Einzelausgaben, Farbanzeigen und viele weitere Informationen wie Verbreitungsgebiet und Erscheinungsweise finden Sie hier. »mehr