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Neuer Bettenbau geht in Betrieb

3,5 Millionen Euro hat das neue Bettengebäude gekostet, das für die kommenden zweieinhalb Jahre 90 Patienten beherbergen wird. Die Zimmer sind schon alle belegt.

Freuen sich nach der Inbetriebnahme des Interims-Bettengebäudes nun über einen gelungen Start in den 9. Bauabschnitt am Klinikum Kulmbach (von links): OB Henry Schramm, Landrat Klaus Peter Söllner, Verbandsrat Martin Weiß, Geschäftsführerin Brigitte Angermann, Achitekt Stefan Heublein, die Verbandsräte Christina Flauder, Roland Wolfrum und Dr. Johann Hunger sowie Pflegedienstleiterin Franziska Schlegel. Fotos: KW/mbu   » zu den Bildern

3,5 Millionen Euro hat das neue Bettengebäude gekostet, das für die kommenden zweieinhalb Jahre 90 Patienten beherbergen wird. Die Zimmer sind schon alle belegt.

KULMBACH Deutlich beeindruckt von dem schier unglaublichen Bautempo zeigte sich Landrat Klaus Peter Söllner am Dienstag bei der Einweihung des neuen Bettengebäudes auf dem Vorplatz des Klinikums Kulmbach. Die gesamte Klinikumsspitze hatte sich versammelt, um das rund 3,5 Millionen Euro teure Bauwerk seiner Bestimmung zu übergeben, das nun für die kommenden zweieinhalb Jahre 90 Patientenbetten und Räume für die Verwaltung beherbergen wird, so lange es dauert, den ersten Teil des 9. Bauabschnitts zu errichten.

Immenses Tempo

Klaus Peter Söllner erinnerte daran, dass die Vorarbeiten für das Interimsgebäude erst im November 2016 begonnen haben. Die Firma Göhl habe in einer sehr sportlichen Bauzeit diese Arbeiten noch vor Weihnachten abgeschlossen. Aufgabe der Firma Cadolto war es, die im August vergangenen Jahres bestellten Fertigteile, aus denen das Gebäude errichtet wurde, zu produzieren. Alles klappte reibungslos. In der Woche vom 16. bis 20. Januar wurden die Module auf zahlreichen Schwertransportern, die nur mit Polizeibegleitung fahren durften, angeliefert und in nur drei Tagen aufgestellt. Danach erfolgte in nur fünf Wochen bis Ende Februar der Ausbau, so dass das Gebäude planmäßig am 6. März in Betrieb genommen werden konnte. Alle Zimmer, informierte der Landrat, seien noch am selben Tag belegt worden. "Das alles ist in einer rasenden Geschwindigkeit geschehen, die fast unvorstellbar ist", gab sich Klaus Peter Söllner beeindruckt.

Expansion hält an

Nach wie vor erlebe das Klinikum Kulmbach eine gewaltige Expansion, die letztlich auch zu der Entscheidung geführt habe, diese gewaltige Investition von mehr als 120 Millionen Euro für einen Erweiterungsbau und die gründliche Sanierung des gesamten bestehenden Gebäudes zu wagen. Viel Lob erhalte das Klinikum für seine ärztlichen und pflegerischen Leistungen, sagte der Landrat. Wenn es Kritik gebe, dann beziehe sich die meistens auf die Platzsituation in den Zimmern, die zuweilen mit vier, manchmal sogar mit fünf Betten belegt seien. Genau deshalb sei der nun beginnende 9. Bauabschnitt auch so wichtig, um die weitere gute Entwicklung des Hauses zu sichern.

Ein guter Tag

Von einem guten Tag für das Klinikum sprach auch OB Henry Schramm. 3,5 Millionen Euro, die das Klinikum aus eigenen Mitteln für diesen Interimsbau ausgeben musste, seien eine stolze Summe. "Diese Ausgabe war aber nötig, um unsere Patienten auch während des Baus gut unterbringen zu können."

Henry Schramm machte nochmals deutlich, dass der gewaltige Umbau, der jetzt begonnen hat, notwendig sei. Es werde eine völlige Neustrukturierung des Hauses geben, alle Patientenzimmer werden auf Zweibett-Standard umgestellt und wenn der 9. Bauabschnitt abgeschlossen sei, werde es für Patienten wie auch das Personal deutlich kürzere Wege geben.

Schramm betonte, es sei richtig gewesen, die erste Planung zu stoppen und stattdessen an einem "großen Wurf" zu arbeiten. Der werde jetzt gelingen. Das bestätigten laut Schramm alle Fachleute, die sich bislang mit den Kulmbacher Plänen befasst haben.

"Bis alles fertig ist, wird es noch einige Jahre dauern. Aber wir haben ein großes Ziel, und dieser Bau wird in die Zukunft wirken. Nur wenn alles zusammen stimmt, kann unser Klinikum weiter auf dieser Erfolgsschiene laufen." Zum Erfolgkurs gehört laut Schramm auch das klare Bekenntnis, das Klinikum Kulmbach weiter als kommunales Haus zu führen.

Dank an alle

Geschäftsführerin Brigitte Angermann brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass das Bettengebäude in so kurzer Zeit planmäßig fertiggestellt werden konnte. Dafür bedankte sie sich bei der kleinen Feier bei allen, die an diesem Erfolg beteiligt gewesen sind.

DATEN UND FAKTEN

Seit Montag ist das Interimsgebäude auf dem Vorplatz des Klinikums bezogen und in Betrieb.

In den drei Obergeschossen stehen nun insgesamt 90 Betten in 18 Dreibettzimmern und 18 Zweibettzimmern zur Verfügung. Sie dienen in den nächsten zweieinhalb Jahren als Ersatz für im Zuge der Erstellung des Neubau Süd wegfallende Betten im Bestand.

Vorerst werden in dem jetzt in Betrieb genommenen Bettenbau Patienten aus Gastroenterologie, Neurologie, Nephrologie, Kardiologie und Gynäkologie untergebracht. Die Zeit bis zur Herstellung des Rohbaus im Süden des Klinikums wird genutzt, um die "A"-Stationen zu sanieren.

Außerdem stellen die Betten aktuell eine erhebliche Entlastung für die Belegungssituation im Klinikum dar.

Allein das Modulgebäude, in dem jetzt neben den 36 Patientenzimmern auch Räume für die Verwaltung genutzt werden, betragen 2,7 Millionen Euro. Die Gesamtkosten liegen bei 3,5 Millionen Euro. Erfreulich: Damit hat der Bau 300 000 Euro weniger gekostet als zunächst geschätzt.


    
    

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