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Bronze für das Humboldt-Haus

BAD STEBEN Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützte 2018 dank der Lotterie GlücksSpirale die Fassadenrestaurierung des Humboldthauses in Bad Steben mit 30 000 Euro.

Das Humboldthaus in Bad Steben ist das Beispiel einer gelungenen Sanierung. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe  

BAD STEBEN Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützte 2018 dank der Lotterie GlücksSpirale die Fassadenrestaurierung des Humboldthauses in Bad Steben mit 30 000 Euro. Nun erreicht Denkmaleigentümerin Ina Blohm in diesen Tagen eine Bronzetafel mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale". Die Plakette soll nach Abschluss gelungener Sanierungsmaßnahmen die Unterstützung der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto in Erinnerung halten und zu weiterem Engagement ermuntern.

Das 1781 von dem Wildmeister Johann Leonhard Och im Ortskern errichtete freistehende Wohnhaus besitzt zwei Vollgeschosse, einen Fachwerkgiebelteil und ein ausgebautes verschiefertes Mansarddach. Die Fensterrahmung und Eckquaderung des massiv gebauten Putzbaus der ausgehenden Barockzeit ist in rotem Mainsandstein gehalten, die Umfassungsmauern bestehen aus einem Zyklopenfeldsteinmauerwerk. Vollständig erhalten sind die Fachwerkinnenwände mit Lehmausfachungen. Auch zahlreiche bauzeitliche Ausstattungsdetails haben sich bewahrt, insbesondere die Deckenbemalung in der Wohnstube.

In dem Haus, das 1792 in den Besitz des preußischen Staats kam, wohnte nachweislich Alexander von Humboldt, als dieser in Bad Steben arbeitete. Als Geologe war Humboldt im selben Jahr zum Oberbergmeister der ehemaligen Fürstentümer Ansbach und Bayreuth berufen worden und insbesondere für den Bergbau im Fichtelgebirge und Frankenwald verantwortlich. Deshalb lag als zentraler Wohnort das markgräfliche Jagdhaus in Bad Steben günstig. Auf ihren zeitweiligen, später Weltruhm erlangenden Mitbewohner sind die Bad Stebener derart stolz, dass sie dem Jagdhaus seinen Namen gaben.

In den 1840er Jahren kam das Haus in private Hände. 1852 gehörte es einem Apotheker und in den 1870er Jahren besaß der Bad Stebener Bürgermeister das Haus, das er wesentlich veränderte und teilweise umgestaltete, etwa durch den Anbau eines Pferdestalls. Für den starken Fremdenverkehr richtete der Bürgermeister an der Nord- und Westseite des Humboldthauses zudem Fremdenzimmer und Unterkünfte für Kurgäste ein. Im Inneren entstand die neue Holztreppe. 1937 erwarb Dr. Frieda Oberlies, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Otto Hahn in Berlin, das Anwesen.

    
    

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