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"Geheimwaffe" für eine schönere Stadt

Mit einer neuen Immobilienoffensive greift die Stadt Hof ab sofort Hausbesitzern unter die Arme, die sanierungsbedürftige Gebäude haben. Unter der Federführung von Maria Mark soll so bald attraktiver Wohnraum in der Innenstadt entstehen.

Das Biedermeierviertel im Herzen Hofs soll schon bald ein ausgewiesenes Sanierungsgebiet werden. Hier sehen die "Macher" der Immobilienoffensive viel Potenzial (von links): Bernd Bernhuber, Bereichsleiter Baurecht und Bauordnung Stadt Hof, Wirtschaftsförderer Klaus-Jochen Weidner, Mitarbeiterin Maria Mark und Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner. Das schmale gelbe Haus (Klosterstraße 24) im Hintergrund wurde soeben erst mit zwei Preisen für die gelungene Sanierung ausgezeichnet. Fotos: Tina Eckardt   » zu den Bildern

Mit einer neuen Immobilienoffensive greift die Stadt Hof ab sofort Hausbesitzern unter die Arme, die sanierungsbedürftige Gebäude haben. Unter der Federführung von Maria Mark soll so bald attraktiver Wohnraum in der Innenstadt entstehen.

THEMEN, DIE BEWEGEN: "HAUS & HOF"

Stadt und Landkreis Hof haben momentan die Vortragsreihe "Haus & Hof" laufen, die jeden Mittwoch vor allem für Hausbesitzer und Bauherren interessant ist. Ansprechpartner sind für die Stadt Hof Maria Mark (siehe unten), für den Landkreis Hof Christoph Faltenbacher, Telefon 09281/57-529, und Fabian Höhne, Telefon 09281/57-517. Die nächsten Termine:

12. Februar, 18.30 Uhr: "Wohnen - den eigenen Lebensphasen angepasst", Gaststätte Bayerischer Hof, Klosterplatz 2, Münchberg

19. Februar, 18.30 Uhr: "Erben und Vererben", Gasthof Goldene Krone, Bahnhofstraße 18, Selbitz

4. März, 18.30 Uhr: "Strom aus der Sonne - Lohnt sich Photovoltaik noch ?", Sportheim 1. FC Schwarzenbach, Friedrich-Ebert-Straße 8, Schwarzenbach/Saale

11. März, 18.30 Uhr: "Heizungstausch - Heizsysteme für die Energieeinsparung", Firma Hassmann, Elements-Ausstellung, Leopoldstraße 50, Hof


IMMOBILIENOFFENSIVE

Kontakt zur Immobilienoffensive der Stadt Hof: Maria Mark, Telefon 09281/815-1536 oder E-Mail an immobilien.offensive@stadt-hof.de

• Zentrale Schnittstelle für alle Fragen rund ums Gebäude und gegebenenfalls Weiterleitung an andere Fachbereiche. Für klassische Gewerbegebiete ist weiterhin die Wirtschaftsförderung zuständig.

• Erfassung von Gebäuden mit erhöhtem Sanierungsbedarf und Leerstand

• Erstberatung zu Fördermöglichkeiten

• Begleitung von Veranstaltungen, zum Beispiel im Moment "Haus und Hof" in Kooperation mit dem Landkreis Hof

• Aushändigung von Sanierungs-Erstberatungsgutscheinen in Kooperation mit dem Landkreis Hof, Wunsiedel, Bayreuth und der kreisfreien Stadt Bayreuth. Die Sanierungs-Erstberatung beinhaltet Infos über die energetische Sanierung, barrierefreien Umbau, den Umgang mit historischer Bausubstanz, Konzeptideen für eine Nutzung und vieles mehr.

• Wer eine umfassende Sanierungsberatun g durch die Experten (Architekten) möchte, muss folgende Bedingungen erfüllen:

- Beantragung durch den Eigentümer oder Kaufinteressenten

- Das Gebäude muss vor 1970 gebaut worden sein

- Leerstand von mindestens 24 Monaten oder starke Mindernutzung

Im Gutschein enthalten ist eine Begutachtung eines der kooperierenden Architekten, der einen ersten Plan erstellt. Für den Gutschein muss der Eigentümer eine Schutzgebühr von 100 Euro zahlen, den Rest übernimmt die Stadt Hof.


von Tina Eckardt

HOF Bröckelnde Fassaden, hässliche Bäder, antike Heizsysteme - es ist zurzeit wahrlich kein Spaß, mitten in Hof eine schöne Wohnung zu finden. Selbst außerhalb der Kernstadt wird es zunehmend schwer, denn gerade bei den privaten Immobilien hat sich ein Sanierungsstau gebildet, der so manchen Wohnungssuchenden in die Flucht schlägt. Dabei ist die Nachfrage riesig, wie Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner bestätigt: "Gerade bei den Wohnungen im mittleren Bereich haben wir einen großen Nachholbedarf." Um nun auch verstärkt private Hausbesitzer oder Kaufinteressenten zur Sanierung zu bewegen, hat die Stadt Hof eine neue "Geheimwaffe" an Bord: Maria Mark.

"Ich sehe viel Potenzial hier", sagt die 21-Jährige aus dem Landkreis Hof. Sie hat an der Uni Mannheim und bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Hof ihr dreijähriges, duales Studium abgeschlossen und arbeitet sich seit Herbst 2019 in ihr neues Aufgabengebiet ein. Im Fachbereich Umwelt, Baurecht und Bauordnung ist sie ab sofort das Gesicht der Immobilienoffensive. Und dabei legt sie so viel Engagement an den Tag, dass selbst ihre Chefs im Hofer Rathaus aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen: Sie war in der Kernstadt und in den sechs Sanierungsgebieten viel zu Fuß unterwegs, hat leerstehende und sanierungsbedürftige Häuser erfasst und mittlerweile über 60 Hausbesitzer angeschrieben und erste Beratungen durchgeführt. Außerdem kommt - wenn alles gut läuft - schon 2020 ein siebtes Sanierungsgebiet dazu: das Biedermeierviertel. "Daran haben Investoren ein starkes Interesse", bestätigt Harald Fichtner. "Die positive Entwicklung der Immobilienpreise machen Wohngebäude in der Stadt zu einem lohnenden Invest."

Doch viele wissen nicht, welche Möglichkeiten ihnen offen stehen - und genau hier kommt Maria Mark ins Spiel. Sie fungiert als Schnittstelle zwischen allen Fachbereichen und wird auch viel mit dem zukünftigen Citymanager zu tun haben, der sich laut Wirtschaftsförderer Klaus-Jochen Weidner vor allem um die Vermarktung und Belebung der Innenstadt kümmern soll.

"Ich bin für alle Anliegen rund ums Haus da", fasst Maria Mark zusammen. "Wir wollen so viele Leute wie möglich erreichen und im Moment schaue ich einfach, welche Häuser ein wenig ,Anschub‘ benötigen." Sie beschränkt sich dabei nicht nur auf die Innenstadt, sondern auf das gesamte Stadtgebiet. Einige Erstberatungen habe sie bereits durchgeführt, "das Interesse ist groß", bestätigt sie. Gerade im Hinblick auf die Fördermöglichkeiten, zum Beispiel über Bafa, KfW oder Steuervergünstigungen in Sanierungsgebieten gibt es viel Informationsbedarf bei den Hausbesitzern. Viele vergessen zum Beispiel die wichtigste Prämisse: keine Auftragsvergabe an Handwerker vor konkreter Förderzusage. Denn wenn die Sanierung schon läuft, ist es zu spät und die Förderung futsch. Vor allem ältere Menschen scheuen darüber hinaus vor einer Sanierung zurück, aus Angst, keinen Baukredit zu bekommen. Auch hier berät die engagierte Fachfrau: "Wir wollen die Leute ganz unkompliziert an die Hand nehmen und zeigen, was möglich ist."

Schwierig werde es, wenn die Immobilienbesitzer in Israel, New York oder sonstwo leben. "Von den 60 bisher angeschriebenen Hausbesitzern leben etwa 20 Prozent im Ausland", bestätigt sie. Doch auch hier gebe es Investoren, die Interesse an einer Modernisierung hätten, denn das zahle sich spätestens dann aus, wenn leere Wohnungen wieder gut vermietet werden können. Unterdessen wird vor allem im Bahnhofsviertel fleißig Geld investiert, berichtet Pressesprecher Rainer Krauß: "Hier gibt es eine Person, die gerade elf Häuser saniert."

Nun hoffen die Verantwortlichen der Stadt, dass viele Hausbesitzer auf diesen Zug aufspringen und modernen Wohnraum schaffen. Und wer nicht weiß, wie‘s funktioniert, ruft einfach Maria Mark an. Denn die Frau hat einen Plan.

    
    

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