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Integration geht durch den Magen

"Kitchen on the run" heißt ein Projekt, das Einheimische und Geflüchtete zusammenbringen will. Und zwar übers Essen. Das Motto heißt "Kennenlernen und Genießen" und macht mit seinem offenen Küchencontainer im Mai auch in Hof Station.

In Hof freuen sich über den Zuschlag (von links): Marieke Schöning und Magdalena Breidenbach vom Projekt "Kitchen on the run", Integrationslotsin Bärbel Uschold, Philipp Paeslack von Kitchen on the run, Dr. Sandra Häupler, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte in der Stadt Hof, und Integrationslotsin Franziska Kaiser.   » zu den Bildern

"Kitchen on the run" heißt ein Projekt, das Einheimische und Geflüchtete zusammenbringen will. Und zwar übers Essen. Das Motto heißt "Kennenlernen und Genießen" und macht mit seinem offenen Küchencontainer im Mai auch in Hof Station. Wer mitmachen will, kann sich jederzeit bei den Organisatoren melden.

WER WILL MITMACHEN?

Wer den Container für eigene Aktionen nutzen möchte, kann sich bei den Integrationslotsinnen der Diakonie, Bärbel Uschold und Franziska Kaiser, unter Telefon 09281/54057032, oder bei der Stadt Hof unter der Telefonnummer 09281/815-1792 melden.


HOF Ein blauer Küchencontainer trägt die Idee einer offenen und vielfältigen Gesellschaft durch Deutschland. Er lädt für jeweils sieben Wochen ein zu Kochabenden, die den Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung fördern. Im Frühling macht "Kitchen on the run" - so der Name des mobilen und lebensfrohen Begegnungsortes - Station in Hof. Ab Mai soll er gegenüber der Stadtbücherei stehen und Leute am Kochtopf und langen Esstisch zusammenbringen.

Nach Hof geholt haben ihn die städtischen Integrationslotsinnen, die bei der Diakonie Hochfranken beschäftigt sind, Bärbel Uschold und Franziska Kaiser, gemeinsam mit der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte der Stadt Hof, Dr. Sandra Häupler. "Es gab 38 Bewerbungen für die insgesamt drei Stationen, die Kitchen on the run in diesem Sommer macht", erzählt Bärbel Uschold. "Wir haben uns wahnsinnig gefreut, als der Zuschlag auf uns in Hof fiel."

Persönliche Kontakte sind wichtig

Hinter Kitchen on the run steht ein gemeinnütziger Verein namens "Über den Tellerrand e.V.". Dieser will der Herausforderung begegnen, dass sich Menschen mit und ohne Fluchterfahrung im Alltag zu selten begegnen. Dabei sind gerade persönliche Kontakte enorm wichtig für Integration in unserer Gesellschaft. Das können die Hofer Integrationslotsinnen absolut bestätigen. "Klar fallen die fremden Gesichter auf im Stadtbild. Aber wie kann man wirklich zusammenkommen ? Jeder, der einmal mit einem Geflüchteten gesprochen hat oder gemeinsam gegessen hat, kann seine Verunsicherung ein Stück weit ablegen", hat Franziska Kaiser beobachtet.

Die Beauftragte für Demografie und Migration bei der Stadt Hof, Dr. Katharina Bunzmann, ergänzt: "Studien belegen, dass insbesondere persönliche Kontakte einen wichtigen Indikator für gelingende Integration darstellen. Kitchen on the run fördert diese persönlichen Begegnungen und hat das Potenzial, ganz unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen."

Der Container kommt im Mai zusammen mit einem vierköpfigen Team in die Saalestadt, das in Hof jeweils dienstags bis freitags ab 17.30 Uhr den Container öffnet. Zu diesen Kochabenden kann man sich kostenlos anmelden, entweder bei der Diakonie Hochfranken oder beim Team vom Küchencontainer.

Jeden Samstag, Sonntag und Montag können Interessenten den Container für eigene Aktionen nutzen. Das heißt Gruppen, Vereine, Organisationen und Einzelpersonen dürfen dann etwas auf die Beine stellen und einladen. Hierfür sind die Ansprechpartnerinnen die genannten Mitarbeiterinnen der Diakonie Hochfranken und der Stadt Hof

"Wir freuen uns sehr, dass das Projekt nach Hof kommt, denn es kann viele Anliegen des Integrationskonzeptes der Stadt Hof vor Ort in die Praxis umsetzen", sagt die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte in der Stadt Hof, Dr. Sandra Häupler. Kitchen on the run wird gefördert vom Bundesministerium des Innern und in Hof von Demokratie leben in der Mitte Europas.

    
    

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