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Bunte Mützen begeistern afrikanische Kinder

Im Haus Frankenhöhe engagieren sich Bewohner und Mitarbeiter immer wieder füe soziale Projekte. Jetzt haben die Akteure erstmals Projekte für Kinder in Afrika, in Malawi und Namibia, unterstützt. Dafür wurde fleißig gehäkelt und genäht.

Nicht nur selbst gehäkelte Mützen in der Landesfarbe, sondern auch selbst genähte Taschen für die Schulsachen gab es für die Kinder im afrikanischen Staat Malawi. Bei der Übergabe der Taschen war auch Ergotherapeut Tino Kögler mit von der Partie. Foto: privat   » zu den Bildern

Im Haus Frankenhöhe engagieren sich Bewohner und Mitarbeiter immer wieder füe soziale Projekte. Jetzt haben die Akteure erstmals Projekte für Kinder in Afrika, in Malawi und Namibia, unterstützt. Dafür wurde fleißig gehäkelt und genäht.

von Sandra Hüttner

GEROLDSGRÜN-LANGENBACH "Generationen für Generationen" heißt ein erfolgreiches Projekt, das die Bewohner des Senioren-Wohnheims "Haus Frankenhöhe" in Langenbach gemeinsam mit den Mitarbeitern auf die Beine gestellt haben. In den vergangenen Jahren kam das Engagement der älteren Herrschaften Tierheimen und der Tiertafel Hof zugute, auch die Frühchen-Station im Sana-Klinikum Hof wurde schon bedacht. "Heuer haben wir uns das erste Mal über die Landesgrenzen hinaus gewagt und zwei Projekte in Afrika unterstützt", berichtet Suriko Och-Schönrowski, Leiterin der sozialen Betreuung.

Mit unzähligen Stiften, gespendet von der Firma Faber Castell, und Mützen, die die Senioren gehäkelt haben, unterstützten die Akteure dieses Mal den eingetragenen Verein Malawi Next Generation, der in einem der ärmsten Länder Afrikas, in der Region Chintheche, Aufbauhilfe leistet. Der Ergotherapeut des Seniorenwohnheims, Tino Kögler, fuhr selbst vor Kurzem mit dem Team von Arzt Udo Neugebauer, dem Gründer und Vorsitzenden des Vereins, nach Malawi und war bei der Übergabe dabei. "Mister, Mister, Mister war gar oft zu hören", erzählt Kögler, der von einer großen Aktion, ja fast schon Panik bei der Übergabe spricht. "Dort kennt keiner Distanzverhalten, sondern die Neugierde und das Interesse überwiegen", berichtet der Ergotherapeut.

Häkel-Hype im
Seniorenheim

30 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren kamen in den Genuss von gehäkelten Mützen, die teils sogar in den Landesfarben von Malawi - in Schwarz-Rot-Grün - überreicht wurden. "Hier im Haus war ein wahrer Häkel-Hype ausgebrochen", erinnert sich Suriko Och-Schönrowski an das Engagement der Bewohner und erzählt, dass auch die Heimleiterin Petra Bär häkelte, was das Zeug hielt. "Überhaupt haben sich alle nach ihren Neigungen und Können eingebracht."

Neben den gut 50 selbst gehäkelten Mützen gab es obenauf noch selbst genähte Taschen. "Die meisten Kinder haben dort, wenn sie denn überhaupt Schulsachen besitzen, nur zerschlissene Plastiktüten.Von uns erhielten sie Stoffbeutel zum Umhängen", sagt Tino Kögler, der auch von fehlendem Umweltbewusstsein berichtet. "Dort wird der Müll einfach eingegraben, wenn es besser läuft, verbrannt." Bettelnde Menschen gehörten in Malawi zum Alltag. "Manche haben sich beispielsweise einen Stift geholt, haben diesen versteckt und sind ein weiteres Mal gekommen. Für die Leute dort war unsere Übergabe wie Weihnachten."

Tino Kögler erzählt auch "von tausend Händen", die sich entgegenstreckten, und dass es keine negativen Anfeindungen gab. "Als Weißer wird man dort vereinnahmt und steht im Mittelpunkt", berichtet der Ergotherapeut, der unzählige Fotos geschossen hat, die er den Bewohnerinnen und Bewohnern im Haus Frankenhöhe natürlich in einer Dia-Show präsentieren wird. "So erleben die vielen fleißigen Helfer mit den Bildern und den Erzählungen Tino Köglers, dass ihr Zutun bestens ankam und erhalten sozusagen ein Gesicht zum Projekt", freut sich Suriko Och-Schönrowski, die ebenfalls Ergotherapeutin ist.

Aber: Die Häkel- und Nähaktion war nicht das einzige Projekt. Als zweites Projekt unterstützte das Haus Frankenhöhe den Verein "Lilli e.V.", der ebenfalls benachteiligten Kindern in Afrika hilft. "Unsere weitere Unterstützung in Form von Sachspenden floss nach Namibia", erzählt Suriko Och-Schönrowski und berichtet von aufgestellten Boxen und der Bitte an Gäste und Angehörige, Kleidung, Spiel- und Malsachen zu spenden. "Insgesamt konnten wir 13 große Kartons packen, was ich persönlich nie für möglich gehalten habe, aber die Spendenbereitschaft war immens", erläutert Och-Schönrowski, die allen Unterstützern dankt. Inzwischen seien die Kartons abgeholt, die nun in Containern nach Namibia verschifft werden sollen. Och- Schönrowski: "Die Firmengruppe Hudetz, die bereits die erste Aktion unterstützte, wird noch Rollstühle, Krücken, Rollatoren und weitere medizinische Hilfsmittel mitschicken."

    
    

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