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Feuerwehrmann mit Leib und Seele muss aus Altersgründen gehen

MAR GRÜN 50 Jahre, genauer 18 608 Tage oder 446 592 Stunden, das sind große Zahlen, und sie stehen hinter der aktiven Dienstzeit von Günter Löhner. Er war 1968 der Marxgrüner Feuerwehr beigetreten und wurde nun, am Vorabend seines 65.

Sandra Hüttner
Unser Bild zeigt (von links) Günter Löhner mit dem langjährigen Weggefährten Jürgen Brandler und stellvertretenden Kommandanten Bernd Lorenz.  

MARXGRÜN 50 Jahre, genauer 18 608 Tage oder 446 592 Stunden, das sind große Zahlen, und sie stehen hinter der aktiven Dienstzeit von Günter Löhner. Er war 1968 der Marxgrüner Feuerwehr beigetreten und wurde nun, am Vorabend seines 65. Geburtstags, mit großen Ehren aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Die gesamte Wehr einschließlich Jugendgruppe, Kreisbrandinspektor Rolf Hornfischer und Kreisbrandmeister Hans Münzer trat an, um den früheren Kommandanten mit Blaulicht und Martinshorn am Feuerwehrgerätehaus zu empfangen. Eigens dafür erfolgte eine Alarmierung über Funkwecker von der Integrierten Leitstelle Hochfranken, die Günter Löhner ein letztes Mal zum Gerätehaus "bestellte". Weit war der Weg nicht, gut 50 Meter über die Straße, und so wird der Feuerwehrler mit Herzblut auch weiterhin immer dabei sein, wenn auch nicht mehr zum Ausrücken.

Löhner hat alle Lehrgänge - Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und Gruppenführer sowie Leiter einer Feuerwehr - absolviert, seine erste Leistungsprüfung meisterte er 1971. Von 2006 bis 2012 war er Kommandant, und in diese Zeit fiel auch die Anschaffung des Kleinalarmfahrzeuges. Kreisbrandmeister Hans Münzer lobte insbesondere das Engagement Löhners für die erfolgreiche Jugendarbeit. Dieser gehörte selbst zur ersten Jugendgruppe im Landkreis.

Von unzähligen Einsätzen war die Rede, zu denen die Großbrände der Bauernhöfe Häßler und Gemeinhardt im Issigauer Ortsteil Kemlas gehörten wie auch die der Sägewerke Neumühle, Issigau und Rauschenhammermühle; auch beim Wohnhausbrand bei eisiger Kälte in Bobengrün und dem Großbrand bei der Carlsgrüner Firma Brühl & Sippold 1970 war er dabei. "Durch meine Wohn- und Arbeitsplatznähe zum Feuerwehrgerätehaus war ich immer präsent", erzählte Günter Löhner, der noch gar nicht richtig glauben kann, dass die aktive Dienstzeit vorbei ist. "Ich könnte und würde zu gern noch aktiven Dienst leisten." Kommandant Christian Popp kritisierte, dass die Feuerwehr die einzige Hilfsorganisation mit Altersbegrenzung sei. "Weder beim Technischen Hilfswerk noch beim Bayerischen Roten Kreuz muss man aus Altersgründen aufhören, deshalb ist hier die Politik gefragt, da wir jetzt einen Kameraden verlieren, der noch aktiven Dienst leisten könnte." Allerdings erinnerte Popp schmunzelnd daran, dass Günter Löhner schon mal Glück hatte, als die Altersgrenze von 63 auf 65 hochgesetzt wurde.

Im Feuerwehrverein bleibt Löhner weiterhin im Vorstand aktiv. "Natürlich werde ich auch die Ausbildungsdienste leisten", unterstrich er. Löhner ist vor zwei Jahren aus dem Arbeitsleben ausgeschieden und genießt das Rentnerdasein.

Als langjähriger Weggefährte erinnerte Jürgen Brandler, der im kommenden Jahr auf 50 Jahre aktiven Dienst blicken kann, an "nervige" frühere Einsätze wie die immer wieder brennende Müllhalde bei Lichtenberg. Günter Löhner wiederum erzählte von Erlebnissen bei der Mitfahrt als Jugendlicher im damaligen Feuerwehrfahrzeug, einem Borgward-Lkw, der auf der Ladefläche Bänke hatte. Stellvertretender Kommandant Bernd Lorenz unterstrich, dass Günter Löhner weiter zu Rate gezogen werde, die Wehr wolle aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung schöpfen. Sandra Hüttner

    
    

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