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Hilfe für Menschen in Syrien

Von Münchberg aus startete am Wochenende der vierte Hilfskonvoi nach Syrien. Mit der Barada Syrienhilfe unterstützen Christen und Muslime gemeinsam die Menschen vor Ort im Kriegsgebiet. Vereinsvorsitzender Dr.

Werner Bußler
Im Münchberger Verein Barada Syrienhilfe e.V. packen alle mit an. Beim Beladen des Hilfstransports half Initiator Dr. Marwan Khoury (Mitte) persönlich mit. Er fliegt in Kürze nach Nordsyrien, um die Verteilung dort vor Ort zu koordinieren. Fotos: W. Bußler   » zu den Bildern

Von Münchberg aus startete am Wochenende der vierte Hilfskonvoi nach Syrien. Mit der Barada Syrienhilfe unterstützen Christen und Muslime gemeinsam die Menschen vor Ort im Kriegsgebiet. Vereinsvorsitzender Dr. Marwan Khoury wird in Kürze nachreisen, um vor Ort die Verteilung zu koordinieren.

von Werner Bußler

MÜNCHBERG Vor zwei Jahren wurde die Barada Syrienhilfe mit Sitz in Münchberg von in Deutschland lebenden Syrern als eingetragener Verein gegründet. Seitdem steht die Hilfsorganisation für unmittelbare und direkte humanitäre Hilfe für die notleidende syrische Bevölkerung.

Dr. Marwan Khoury, der ärztliche Leiter des medizinischen Versorgungszentrums Hochfranken, ist Vorsitzender des Vereins. Gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern organisiert er mehrmals im Jahr Hilfslieferungen. Dabei arbeiten Christen und Muslime Hand in Hand, um der notleidenden Bevölkerung vor Ort zu helfen.

Die humanitäre Lage in Syrien hat sich seit Ausbruch der Revolution 2011 dramatisch verschlechtert. Nach aktuellen Angaben der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR sind derzeit fast 50 Prozent der syrischen Bevölkerung auf der Flucht - ein Großteil davon sind Familien und Kinder.

Das bedeutet: Fast zehn Millionen Syrer haben bereits ihre Heimat verlassen und sind in die Nachbarländer Jordanien, Türkei, Libanon und den Irak geflohen. Die humanitäre Situation in den angrenzenden Ländern ist trotz zahlreicher Bemühungen eine Katastrophe, heißt es auf der Internetseite des Vereins. Viele Flüchtlinge irren aber auch in Syrien selber umher, auf der Flucht vor den Kämpfen, Bombardements und dem Hunger. Ihre Situation ist teilweise noch dramatischer, denn die großen Hilfsorganisationen operieren nicht im Landesinneren Syriens.

Geschätzte sieben Millionen Flüchtlinge befinden sich noch in ihrem Heimatland Syrien, weil sie von einer bombardierten Stadt in einen anderen Ort oder in die Regionen an der Grenze ausweichen. Manche nutzen sogar Tierhöhlen als Behausungen für ihre Familie, erzählen die Helfer.

Die Hilfe der UNO für diese vom Bürgerkrieg betroffenen Leute ist nur begrenzt und erreicht die Bedürftigen selbst kaum. Um die geschundene Bevölkerung zu unterstützen und die gröbste Not wenigstens einigermaßen zu mindern, hat es sich der von der Familie Khoury gegründete Verein Barada zur Aufgabe gemacht, mehrmals im Jahr Hilfslieferungen nach Syrien zu transportieren.

Von Münchberg aus startete am Wochenende der vierte Hilfskonvoi in diesem Jahr. An Bord des Trucks befanden sich 20 Tonnen Hilfsmittel. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Organisation haben dazu in der Außenstelle in Münchberg den Lkw mit gespendeten und die Not lindernden Artikeln beladen.

Zu den Waren gehören unter anderem vier Tonnen Kindermilch, neun Paletten Müsli, Windeln, Verbandsmaterial, medizinische Geräte, WC-Stühle und 1 500 Decken, die zumindest einigermaßen im Winter vor der Kälte schützen sollen.

In einigen Tagen fliegt Dr. Marwan Khoury selbst nach Nordsyrien, um vor Ort die Verteilung der Waren zu koordinieren.

SPENDEN WILLKOMMEN

Auf der Internetseite und in Facebook dokumentiert der Verein Barada seine Aktionen.

Wer die Initiative finanziell unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf folgendes Konto tun:

Barada Syrienhilfe e.V.

IBAN: DE14 78050000 0222187957

BIC: BYLADEM1HOF

Sparkasse Hochfranken


    
    

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