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Im Gärtnerglück

Dieses Corona-Jahr 2020 treibt schon seltsame Blüten. Abgesehen von Maske, Abstand und Co., die uns einen völlig neuen Habitus abverlangen, konzentrieren sich viele auf früher für sie undenkbare Hobbys.

Dieses Corona-Jahr 2020 treibt schon seltsame Blüten. Abgesehen von Maske, Abstand und Co., die uns einen völlig neuen Habitus abverlangen, konzentrieren sich viele auf früher für sie undenkbare Hobbys. Camper und Selbstversorger liegen total im Trend - und machen sich damit ein ganzes Stück unabhängig vom allgemeinen Pandemiewahn.

Matze, eigentlich eher als technikaffiner Autoliebhaber bekannt, ist nun also auch unter die Kleingärtner gegangen. Hingebungsvoll hat er im Frühjahr den unbeugsamen Rasen umgepflügt und mittels Pferdemist und Kaffeesatz in ein Gemüsegärtchen verwandelt. Kohlrabi, Ärpfl, Rote Bete und Paprika: In der ersten Testphase bestückt er seinen persönlichen Garten Eden mit allem, was ihm schmeckt. Die Beerensträucher, Obst- und Nussbäume waren zum Glück schon da - und mit jedem weiteren Früchtchen an den Zweigen jubiliert sein neu entdecktes Gärtnerherz. Nun ist Erntezeit, und das ist fast ein bisschen stressig. Ärpflgroom, Erdbeeren umpflanzen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen von den Bäumen pflücken und nebenbei noch die Walnüsse auflesen - das treibt Matze schon mal die Röte ins Gesicht. Fitnessstudio ? Braucht er nicht. Akrobatische Dehnübungen legt er auch so genügend auf der Leiter hin, und die vielen Kniebeugen beim Nüsseauflesen ersetzen so manchen neumodischen "Squat" im Studio.

Am meisten staunt seine Angebetete aber über seine neue Leidenschaft in der Küche. Inbrünstig verarbeitet Matze dort seine eingefahrenen Schätze zu Rotweinpflaumen ("wie bei Mutti") und Marmelade, er weckt Birnen ein und wagt sich sogar an selbstgemachte Dampfnudeln mit Pflaumenkompott. Wie ein Wahnsinniger wirbelt er an Kannen und Töpfen, während sich Glas um Glas füllt. Seine Gattin lässt ihn gerne gewähren, schließlich wäre so ein Engagement am heimischen Herd früher unvorstellbar gewesen. Und sie sieht zumindest in der Anfangseuphorie gnädig darüber hinweg, dass die Küche hinterher einem Schlachtfeld gleicht . . .

    
    

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Blickpunkt-Ausgaben vom 17.10.2020

    
    

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