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Schafkopfen während der Pandemie

Was haben sie nicht alles ertragen müssen, die Gastronomen in unserer Region. Neuneinhalb Wochen Lockdown, dann schütteten sie die abgestandenen Hefe- und Malzgetränke in den Lokus, weil verkaufen, gar verschenken war ihnen untersagt.

Was haben sie nicht alles ertragen müssen, die Gastronomen in unserer Region. Neuneinhalb Wochen Lockdown, dann schütteten sie die abgestandenen Hefe- und Malzgetränke in den Lokus, weil verkaufen, gar verschenken war ihnen untersagt. Und trotz aller Soforthilfen ist ein Gasthaus ohne Gäste nunmal kein Gasthaus, sondern eben nur des Wirt’s Haus.

Dann kamen endlich leichte Lockerungen: Das Wetter war zwar schlecht und in den Biergärten der Region durfte maximal die Hälfte an Gästen rein unter Richtlinien, die selbst den bayerischen Wirtschaftsminister zu stoiberesken Abstandsbeschreibungen verführten - aber egal, Hauptsache aus dem Zapfhahn dufte es wieder laufen. Da focht es den Kneipenwirt auch nicht an, dass er nicht in der Kneipe ausschenken kann.

Wiederum Tage darauf durfte er dann auch innen endlich öffnen, wenn er denn die Gäste weit genug voneinander setzte. Und mancher hat die Hygiene- und Abstandsregeln sicher schon im Schlaf aufsagen können, so oft beantwortete er geduldig die immer wiederkehrenden gleichen Fragen seiner Gäste.

Dass nur mehr ein Gast den Lokus nutzen darf, weil sonst der Mindestabstand nicht gewährleistet ist, hatte schließlich sogar den Vorteil, endlich denjenigen Pinkler herauszufinden, der immer mehr den Boden, als das Becken traf. Hoffentlich versteht dieser das neue Schild über dem Pissoir, dass hier der Abstand von 1,50 Meter eben gerade nicht einzuhalten ist und vielmehr Zielgenauigkeit gefragt sei.

Zu guter Letzt fiel Anfang dieser Woche auch noch das Maximalpersonen- und Hausstandsgebot. Zehn Kumpels dürfen es ab sofort sein an einem Tisch sitzen - also müsste ja jetzt auch wieder das Schafkopfen erlaubt sein. Das war die erste Frage eines Gastes. Explizit haben weder Aiwanger noch Söder etwas dazu gesagt. Dennoch: Der Wirt hat schon einmal die Karten rausgesucht.

    
    

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Blickpunkt-Ausgaben vom 11.07.2020

    
    

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