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Alma und Brigitte sind zwei der wichtigsten Mitarbeiterinnen der örtlichen Bankfiliale. Als gute Seelen des Hauses halten die emsigen Putzfeen nämlich das Haus immer penibel sauber.

Alma und Brigitte sind zwei der wichtigsten Mitarbeiterinnen der örtlichen Bankfiliale. Als gute Seelen des Hauses halten die emsigen Putzfeen nämlich das Haus immer penibel sauber. Jeden Abend, wenn die Banker nach Dienstschluss ihre Schreibtische verlassen haben, rollen die Reinigungsfachkräfte an und beginnen mit ihrer Arbeit. Die Papierkörbe werden fachmännisch geleert, die Böden voller Engagement gesaugt und gewischt und natürlich sorgen Alma und Brigitte auch in der Gemeinschaftsküche für Sauberkeit, wenn die gestressten Bankangestellten zwischen wichtigen Vertragsabschlüssen und anstrengenden Kundengesprächen mal wieder vergessen haben, das dreckige Geschirr in die dafür vorgesehene Spülmaschine zu räumen.

Doch kein Problem für Alma und Brigitte, sie nehmen ihren Job nämlich sehr ernst. Und so fällt Brigitte eines Abends auch gleich auf, dass die Eingangstür zum Vorraum, in dem sich die Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker befinden, mal wieder eine Generalreinigung nötig hätte. "Jetzt, wo die Adventszeit vor der Tür steht, sollte doch alles glänzen", sagt sie zu ihrer Kollegin und schon schwingen die beiden emsig ihre Lappen. Vorher freilich schalten sie noch die Automatik ab, die die Tür auf und zu gehen lässt, sobald sich ein Kunde nähert. Jetzt können sie die Scheiben ungehindert putzen: Jedem noch so kleinen Fettfleck und Staubkorn rücken sie mit ihren Microfaser-Tüchern zu Leibe. Und nach einer knappen halben Stunde strahlt das Glas wieder wie neu. Zufrieden betrachten Alma und Brigitte ihr Werk, wischen bei der Gelegenheit auch gleich nochmal über die Geldautomaten und widmen sich anschließend ihrer Arbeit in den oberen Büroräumen, bevor es in den verdienten Feierabend geht.

Am nächsten Tag werden die beiden schon vom Filialleiter erwartet, der sich erkundigt, ob sie wohl gestern die Tür zum Automatenraum geputzt haben. "Natürlich, das sieht man gleich, gell", entgegnet Brigitte. Und ist dabei fast ein bisschen gerührt, dass ihr gestriges Engagement gleich so gewürdigt wird. Doch weit gefehlt: "Gesehen hab ich‘s nicht, aber mir ist aufgefallen, dass seit gestern Abend niemand mehr Geld an unseren Automaten abgehoben hat", sagt der Bankchef mit tadelnd erhobenem Zeigefinger. Kein Wunder: Alma und Brigitte hatten leider vergessen, die Tür-Automatik wieder einzuschalten. So konnten die Kunden nicht zu den Automaten vordringen. Und die Geldbeutel blieben leer. Eigentlich eine ziemlich praktische Sparmaßnahme der beiden rührigen Bank-Mitarbeiterinnen - und das auch noch ganz ohne Beratungsgebühr . . .

    
    

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