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Wie Hund und Katz !

Max ist ein kleiner schwarzer Kater mit weißen Pfoten. Sein Markenzeichen sind aber keineswegs diese vier wie Socken anmutenden Katzentatzen, sondern vielmehr sein bemitleidenswertes Maunzen, mit dem er allenthalben um Futter bettelt. Und ein jeder im Mietshaus erhört sein Flehen.

Max ist ein kleiner schwarzer Kater mit weißen Pfoten. Sein Markenzeichen sind aber keineswegs diese vier wie Socken anmutenden Katzentatzen, sondern vielmehr sein bemitleidenswertes Maunzen, mit dem er allenthalben um Futter bettelt. Und ein jeder im Mietshaus erhört sein Flehen. Liesl aus dem Erdgeschoss füttert ihn mit Resten aus der Küche. Wolfi aus dem ersten Stock hat immer die leckeren Marken-Tütchen mit Fleisch in Gelee parat. Nur zu Hause bei Stefan und Stefanie ist mitunter Schmalhans Katzenschüsselmeister und es gibt nur Trockenfutter und Wasser. Das kleine Kerlchen soll ja nicht zu fett werden, sagt Stefanie. Dabei will gar nichts so recht ran an den kleinen Racker.

"Sicher, weil er den ganzen Tag in freier Wildbahn rumrast", mutmaßt Stefan. "Er wird doch keine Würmer haben", grübelt Stefanie eines Tages, sagt aber dem Gatten davon lieber nichts. Denn tatsächlich hat der kleine Max - wohl auch wegen des herannahenden Winters - seine Futterration und vor allem das lautstarke Betteln in letzter Zeit noch einmal deutlich erhöht, so dass selbst Stefan dieser Tage weich wird und heimlich im Supermarkt die leckeren Gelee-Tütchen in den Einkaufswagen legt. Als Stefanie diese beim Bandauflegen erspäht, sagt sie zum Gemahl: "Ach, du also auch. Ich habe unserem Kater auch schon zwei solche Zwölfer-Packungen verfüttert." Und dennoch: Der kleine Kater schreitet immer noch spindeldürr auf seinen vier weißen Pfoten durchs Haus und bettelt ebenso laut wie bemitleidenswert.

So auch kurze Zeit später zu Hause, als er erst vom Herrchen, dann vom Frauchen einen der teueren Futterbeutel verabreicht bekommt - jeweils sorgsam beäugt von Eli, dem Mischlingshund, der ebenfalls im Haushalt wohnt, den Kater aber geflissentlich zu ignorieren pflegt. Gelangweilt liegt der Rüde in seinem Körbchen und kommentiert das Gefüttere maximal mit einem herzhaften Gähnen. Doch als Max auch noch nach dem dritten Fleischbeutelchen bettelt, wird Eli ertappt. Just, als Stefanie nämlich der gierig schlingenden Katze den Rücken zudreht und den Raum verlassen will, sieht sie im Augenwinkel, dass ihr Wuffi keineswegs abwesend im Körbchen kauert, sondern mit einem Satz den kleinen Kater zur Seite stubst und mit einem einzigen Zungenschlecker die ganze Katzenschüssel leer macht. So wie wohl schon viele, viele Male zuvor, ehe er sich wieder zufrieden auf sein Körbchen plumpsen lässt und gähnt. Was für ein Hundeleben !

    
    

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