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Warum der Beipackzettel doch wichtig ist

Mit Arztbesuchen ist es ja immer so eine Sache.

Mit Arztbesuchen ist es ja immer so eine Sache. Die einen rennen gefühlt jede Woche in eine Praxis, absolvieren brav sämtliche von der Krankenkasse gesponserten Vorsorgeuntersuchungen, führen mustergültig ein Bonusheft und einen Röntgenpass und neigen mitunter zu hypochondrischen Anfällen, denen selbstverständlich intensives Stress-Googeln vorangeht. Sitzen sie dann endlich beim Arzt und stellt sich das Ganze als falscher Alarm heraus, fällt ihnen ein Felsbrocken vom Herzen und sie gehen - zumindest für den Augenblick - befriedigt nach Hause.

Andere jedoch schieben den Termin beim Onkel Doc so lange auf, bis sie sich vor Schmerzen krümmen und der "Gang zur Schlachtbank" unabwendbar wird. Und genau in diese Kategorie fällt Stefan. Der Gute ist ein wahrer Hüne und schiebt eine gewaltige Kugel vor sich her. Also einer, dem man wirklich nicht zutraut, dass er beim Arzt zu einem scheuen Häschen mutiert. Doch genau so einer ist er. Nachdem seine Schmerzen im Bauch aber nicht aufhören wollen, lässt er sich dann doch mal einen Termin beim Arzt seines Vertrauens geben und setzt sich ins Wartezimmer. Gemeinsam mit schniefenden Mitmenschen, die mit Leidensmiene durch die ausliegende Klatschpresse blättern und damit sicherstellen, dass ihre Keime auch ganz gewiss an den nächsten weitergegeben werden.

Nach gefühlten Stunden schleicht er sich geduckt ins Sprechzimmer, schildert seine Beschwerden und bekommt ein Kontrastmittel mit nach Hause, das er für die Spezialuntersuchung am nächsten Tag einnehmen soll. Frühmorgens setzt sich Stefan also ins Bad und öffnet die Packung des Medikaments. Als er die beiliegende, nadellose Spritze sieht, ist ihm das weitere Prozedere klar. "Wozu den Beipackzettel lesen, ich bin ja nicht auf der Brennsupp‘n daher geschwommen !", murmelt er und macht sich ans Werk.

Ein paar Stunden später wundert sich der Arzt, dass die Bildgebung bei der Untersuchung sehr schlecht ist und fragt Stefan, ob er vergessen habe, das Kontrastmittel zu nehmen. "Ach Herr Doktor, das war vielleicht ein Akt ! Bis ich das Mittel eingeführt hatte, habe ich mehrere Anläufe gebraucht - doch jedes Mal ist es wieder rausgelaufen", gibt er kleinlaut zu. Der Arzt fragt, was denn so schwer daran sein könne, ein flüssiges Mittel zu schlucken. Da wird Stefan auf einmal knallrot. Und beichtet beschämt, dass er das Kontrastmittel in den After gespritzt habe - weil er ja dachte, dass es für den Darm gebraucht werde . . . Shit happens !

    
    

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