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Fastenkur tut Not

Aus, Ende, vorbei: Die Narren haben vergangene Woche ihren Fasching begraben und alle Pappnasen und Perücken erstmal eingemottet. Jetzt sind karge Zeiten angebrochen.

Aus, Ende, vorbei: Die Narren haben vergangene Woche ihren Fasching begraben und alle Pappnasen und Perücken erstmal eingemottet. Jetzt sind karge Zeiten angebrochen. Zwar nicht mehr bei Wasser und Brot, aber doch bei Hering in allen Variationen - und ohne Süßigkeiten, Alkohol und sonstige Genüsse. Fastenzeit nennt sich das und damit nehmen es viele Leute sehr ernst. Gerade die, die sonst dem Gerstensaft nicht abgeneigt sind, verhängen sich 40 Tage lang Abstinenz - und ernten so den Respekt von so manchem Nachbarn, der erstmal auf das gemeinsame Feierabendbier verzichten muss. Manche nehmen das Fasten sogar wörtlich und darben bei Glaubersalz und Kohlsuppe vor sich hin. Das reinigt bekanntlich nicht nur den Darm, sondert zaubert gleich ein paar lästige Pfunde von den Hüften. Pünktlich vor der Badesaison schlägt die Waage dann nicht mehr gar so weit aus wie nach Weihnachten.

So eine Fastenkur würde auch Manni mal richtig gut tun. Der gut gelaunte Moppel hat die magische 100-Kilo-Marke nämlich schon lange hinter sich gelassen und labt sich in der Pause regelmäßig an Nougathörnchen und Teigtaschen in rauen Mengen. Natürlich erst als Nachtisch, denn ein bis zwei Paar Wärscht schiebt er sich gegen den allergrößten Hunger schon vorher in den gierigen Schlund. Doch maßlose Völlerei rächt sich früher oder später: Eines schönen Tages schleppt sich der beleibte Handwerker auf den Dachboden eines Kunden, um einen Auftrag auszuführen. Der Zugang ist nur über eine Dachluke und eine schmale Holzstiege möglich, die ausgeklappt werden muss. So weit, so gut.

Manni verschwindet durch die Luke und macht sich ans Werk. Doch eine halbe Stunde später werden die Hausbesitzer, die gemütlich am Küchentisch Kaffee trinken, von einem lauten "Rums" aufgeschreckt. Es poltert, rumpelt und flucht aus dem Obergeschoss. Als sie nachsehen, bietet sich ihnen ein Bild der Verwüstung: Die altersschwache Holzstiege hängt windschief in den Angeln, zwei Stufen sind komplett durchgebrochen. Am Boden liegt fluchend der adipöse Handwerker und reibt sich das Hinterteil. Aber für Manni ist die Sachlage glasklar: "Da war wohl der Werkzeugkoffer zu schwer !"

    
    

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