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Christkind auf Irrwegen

In weniger als vier Wochen ist Weihnachten. Das merkt man nicht erst anhand der vergriffenen christkindlichen Deko-Artikel, die in den Märkten ja schon seit Mitte September angeboten wurden.

In weniger als vier Wochen ist Weihnachten. Das merkt man nicht erst anhand der vergriffenen christkindlichen Deko-Artikel, die in den Märkten ja schon seit Mitte September angeboten wurden. Schon in den Herbstferien lag der kleine Linus Mutter Sabine in den Ohren, was er sich denn alles zu Weihnachten wünscht: Den neuesten Fidget Cube - Mama musste erst mal googeln, was genau das ist. Das elektronische Heimplanetarium - ja, wenn‘s den Knaben glücklich macht. Und dass es eine neue Playstation geben soll, die noch mehr kann, als die bisherige, die gerade im Regal etwas Staub ansetzt, hatte Sabine auch schon irgendwo gelesen.

Und wo doch jetzt bald der erste Advent ist, müsse man doch endlich mit dem Plätzchenbacken beginnen. So langsam setzt er ein, der vorweihnachtliche Stress, den die Mütter der Region nur zu Genüge kennen. Schließlich sind nebenher noch Taxidienste für Fahrten zum Weihnachtschor, zum Sport und zur Klavierstunde zu leisten. Mit Grausen denkt Mama schon an all die anstehenden vorweihnachtlichen und das Jahr 2018 abschließenden Feiern. Aber sei‘s drum: Wenn‘s dem Kleinen Spaß macht . . .

Eines Tages sitzen sie nun im Esszimmer und packen Päckchen. Für die Kinder in Rumänien - oder war es Afrika ? Egal, irgendwo auf diesem Planeten leben auf alle Fälle Kinder, denen es schlechter geht, die weniger haben, als der kleine Linus. Das hat zumindest die Lehrerin dem Zweitklässler erklärt und im Rahmen eines Schulprojekts packen jetzt alle Päckchen, damit auch jene Kinder, die nicht so viel besitzen, ein schönes Weihnachtsfest haben. Linus hat schon vor einer Viertelstunde aufgehört, zu packen und beobachtet gedankenverloren die vom Himmel herabfallenden Schneeflocken - meint die Mama. Dabei rattert es unter dem Blondschopf - die infantilen Synapsen treffen offensichtlich im Millisekundentakt aufeinander. "Was hast Du denn, Linus ?", fragt die Mama besorgt. "Na, wenn das Christkind doch weiß, was ich mir alles wünsche, warum kann es dann nicht einfach auch die Wünsche der Kinder erfüllen, für die wir gerade Päckchen packen ?"

    
    

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