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Wie man sich bettet, so liegt man

Erna und Berti sind echte Gewohnheitstiere.

Erna und Berti sind echte Gewohnheitstiere. Deshalb haben sie jahrelang in ihrem 140 Zentimeter breiten Bettchen auf ihrer angestammten Matratze geschlafen - denn wer weiß, ob sie's in einer neuen Schlafstatt noch so gemütlich hätten ? Nach diversen Urlauben in geräumigen Wohlfühlbetten steht der Entschluss dennoch fest: Ein größeres Nest muss her !

Akribisch durchforstet Berti im Sommer die Angebote im Internet, wählt ein komfortables180er-Bett aus und die Freude ist groß, als das monströse Teil endlich aufgebaut im Schlafzimmer steht. Doch als sie sich das erste Mal schwungvoll auf die neuen Matratzen schmeißen, vergeht ihnen das Lachen. "Die sind bockelhart !", motzt Erna. Kein Wunder, Berti hat Härtegrad 3 bestellt, was für eher füllige Menschen gedacht ist.

Große Hoffnungen setzen sie auf den Topper, der die Besucherritze verschwinden lassen soll. Vielleicht wird's ja dann weicher. Wenige Tage später wird er geliefert, doch nach dem ersten Probeschlafen steht fest: immer noch zu hart ! Und der unbiegsame Roll-Lattenrost tut sein Übriges dazu. "Da kann ich ja gleich auf einer Palette schlafen !", tut Erna ihren Unmut kund. Gut, dann muss eben auch noch ein neuer Lattenrost her. Also wird feierlich das gesamte Bettzeug samt Matratzen wieder runtergezerrt, der Lattenrost ausgetauscht und alles wieder einladend drapiert.

Die nächsten Nächte sind auch nicht besser: Wie gerädert wachen Erna und Berti auf und beschließen seufzend: "Jetzt kaufen wir uns eben auch nochmal zwei neue Matratzen !" Die Odyssee führt sie also ins örtliche Matratzenstudio, wo sie sich nach ausgiebigem Probeliegen für zwei herrlich bequeme Modelle entscheiden.

Zwei Nächte lang schlafen sie himmlisch auf der mühevoll zusammengestellten Liegestatt, doch an Tag drei werden sie jäh aus ihren Träumen gerissen: BASF hat giftige Chemikalien an die deutschen Matratzenhersteller ausgeliefert - und natürlich fallen Ernas und Bertis Neuerwerbungen genau in den gefährlichen Zeitraum. Langsam reißt Erna der Geduldsfaden: Sie telefoniert mit Händlern, fordert ihr Geld zurück und organisiert die Rückgabe sämtlicher, scheinbar verseuchter Matratzen. Im Gästezimmer der beiden stapeln sich jetzt also zwei harte Modelle, der Topper und die zwei weichen Matratzen.

Und worauf jetzt schlafen ? Kurzentschlossen schaffen sie aus Ernas Elternhaus die uralte Matratze ihrer Schwester herbei, die sie sich vor 20 Jahren von ihrem Konfirmationsgeld gekauft hat, und richten sich ihr Nachtlager zum x-ten Male her. Darauf schlafen sie sogar wirklich gut - und vor allem gesund. Dafür nehmen sie die Millionen von Hausstaubmilben aus der alten Matratze doch glatt in Kauf . . .

    
    

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