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Technik, die begeistert

Alles muss schnell gehen dieser Tage. Schnell noch Weihnachtskarten holen, um sie wenigstens dieses Jahr einmal rechtzeitig an Freunde und Verwandte zu schicken. Schnell noch Lebensmittel horten für die Feiertage. Oder in letzter Minute schnell noch das Geschenk für die Liebsten besorgen.

Alles muss schnell gehen dieser Tage. Schnell noch Weihnachtskarten holen, um sie wenigstens dieses Jahr einmal rechtzeitig an Freunde und Verwandte zu schicken. Schnell noch Lebensmittel horten für die Feiertage. Oder in letzter Minute schnell noch das Geschenk für die Liebsten besorgen. Und natürlich steppt auch in allen Unternehmen der Region zum Jahresende noch einmal kräftig der Bär. Schließlich gibt es ja zwischen den Feiertagen nichts mehr, wenn zum Beispiel der Zulieferer in die Weihnachtsferien geht. Gar nicht auszudenken, was passiert, wenn in der womöglich umsatzstärksten ersten Kalenderwoche 2015 mangels Verpackungen keine Ausfuhr stattfinden kann. Immerhin stellt diese "KW 1" - brückentagbereinigt - drei volle Werktage zur Verfügung, die dem Umsatz aber mal einen richtigen Kickstart geben könnten . . .

Entsprechend heiß geht es derzeit her in den Büros eines Verpackungsmittelherstellers in der Region. "Dieses Angebot muss unbedingt noch vor Weihnachten beim Kunden sein", weist der Chef seine Mitarbeiterin an. Leicht genervt quält sich Luise also durch 36 Seiten der mehr oder weniger verständlichen Online-Anleitung, um - in Worten - genau EINEN Artikel anzubieten. Ihren stetig steigenden Frustrationspegel muss der arme, kleine Solar-Taschenrechner ertragen, den sie mit immer stärkeren Tastenschlägen malträtiert. "Als ob das nicht bis ins neue Jahr Zeit hätte", herrscht sie ihren Bildschirm an, auf dem ihr das Online-Formular, in das sie das Angebot übertragen soll, unbeirrt entgegenstarrt. Die Mittagspause ist wie so oft in letzter Zeit ausgefallen. Das am Morgen sorgsam geschmierte Streichwurstbrot vegetiert in der Schreibtischschublade vor sich hin. Es ist kurz nach zwölf - High-Noon im hochfränkischen Zulieferer-Büro.

"Wo zum Donner kann ich jetzt bloß meinen Preis eintragen ?", entfährt es Luise und sie kreist mit ihrem Mauszeiger eine Stunde lang verzweifelt auf ihrem viel zu kleinen 21-Zoll-Monitor rauf und runter. Als nach einer weiteren knappen Stunde auch die herbeigerufene Kollegin nicht fündig wird, ruft Luise leicht beschämt bei der Software-Hotline an. Nach 24 Minuten im sprachgesteuerten Telefonmenü hat eine sichtlich erschöpfte Luise endlich einen Fachmann am Apparat. Per Fernwartungssoftware schaltet sich der auf ihren Bildschirm und fährt mit dem Mauszeiger gekonnt über die ganze Seite des Online-Formulars auf der Suche nach dem Eingabefeld für den Preis.

Nach gut fünf Minuten gibt der Computer-Nerd am anderen Ende der Leitung Entwarnung: "Da haben Sie nichts falsch gemacht. Ich habe einfach vergessen, das Feld einzuprogrammieren. Wissen Sie, vor Weihnachten ist es immer so hektisch bei uns."

    
    

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