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Keine Ruhe vor digitalen Gaunern

Die Internetkriminalität zieht weiterhin weite Kreise. In seinem Vortrag zur "Cyber-Sicherheit" redet Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich Klartext. Pro Tag gibt es fünf gezielte Angriffe gegen Bundeseinrichtungen.

Michael Meier
  • Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich rät in seinem Vortrag im Marktredwitzer "Scherdel-Turm" zu Vorsicht im Internet. Foto: M.M.
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Die Internetkriminalität zieht weiterhin weite Kreise. In seinem Vortrag zur "Cyber-Sicherheit" redet Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich Klartext. Pro Tag gibt es fünf gezielte Angriffe gegen Bundeseinrichtungen.

von Michael Meier

MARKTREDWITZ Es war ein Horrorszenario, das Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich kürzlich einem interessiertem Fachpublikum in Marktredwitz beschrieb: "Sollte es Verbrechern gelingen, die kritische Infrastruktur eines ganzen Landes auszuschalten, dann kommt es innerhalb von sieben Tagen zu einer schlimmen Krise inklusive Bürgerkrieg." Er merkte an, dass hierzu die Kommunikations-Struktur, aber auch Strom, Banken, Börse, Öl, Gas und Versicherungen gehörten.

Zu dem Vortrag "Cyber-Sicherheit" hatte der Bezirksverband Hochfranken des Wirtschaftsbeirats Bayern in den großen "Scherdel-Turm" eingeladen. Der Minister machte in seinem 40-minütigen Vortrag allerdings nicht viel Hoffnung auf eine schnelle Entspannung der Bedrohung durch Cyberattacken, Viren oder digitale Angriffe. "Heutzutage kann sich jeder kleine Gauner wirkungsvolle Schadsoftware in der Underground-Economy kaufen", sagte Friedrich. Er sprach von täglich fünf gezielten Angriffen gegen Bundeseinrichtungen sowie von Webseiten, die weltweit im Zwei-Sekundentakt infiziert werden.

Den anwesenden Unternehmern riet er, sensible Geschäftsdaten besonders zu schützen. "Wer weiß, vielleicht sind Ihre Patente und Daten bereits abgeholt worden", warf der Bundesinnenminister in den Raum. Für ihn sei jeder Endverbraucher, jedes Unternehmen mit seinem Rechner Teil des Cyperspace und das erfordere Eigenverantwortung. Friedrich sieht in den sogenannten "Clouds" einen großen Markt der Zukunft. Hinter diesem englischen Begriff für Wolke stehen professionelle Anbieter, die großdimensionierten, digitalen Speicherplatz auf ihren Servern an Anwender vermieten. Der Innenminister gab zu bedenken, dass es hier unterschiedliche Sicherheitsstandards gebe und Vergleiche der einschlägigen IT-Dienstleister deshalb sehr wichtig seien. Als Lösungsansatz schlug der Minister eine Vereinbarung vor, welche die Dienstleister und Websitebetreiber verpflichtet, gemeinsame Sicherheitsstandards einzuhalten. Zusätzlich sollte eine allgemeine Meldepflicht für Unternehmen der kritischen Infrastruktur über Cyber-Angriffe und digitale Attacken einführt werden.

Sorgen mache ihm auch die Tatsache, dass es mittlerweile digitale Bauteile gibt, die ausschließlich in Asien angefertigt werden - damit sei die Gefahr verbunden, dass ein Virus bereits eingebaut sei. "Und irgendwann drückt jemand einen Knopf und die Cyperattacke startet", so Friedrich. Er will auch hierfür eine Prüfstelle einrichten.

Und ein Anliegen war ihm auch sehr wichtig: "Das Internet ist nicht kostenlos, alle Angebote und Serviceleistungen sind dafür da, um Geld zu verdienen. Wir müssen Regeln schaffen, sonst schafft sich das Netz selbst ab." Auf der Homepage des BSI können sich alle Interessierten wichtige Informationen und Tipps rund um die digitale Sicherheit holen.

In der anschließenden Diskussion ging es unter anderem um eventuelle Mehrkosten, die auf alle Internetnutzer zukommen werden sowie die Sensibilisierung aller Nutzer in Sachen Sicherheit und Vorsicht im Netz.

BSI - WAS IST DAS ?

Als nationale Sicherheitsbehörde ist es das Ziel des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die IT-Sicherheit in Deutschland voran zu bringen. Dabei ist das Amt in erster Linie der zentrale IT-Sicherheitsdienstleister des Bundes. Mit ihrem Angebot wendet es sich aber auch an die Hersteller sowie private und gewerbliche Nutzer und Anbieter von Informationstechnik. Eine noch engere Zusammenarbeit mit allen Akteuren der IT- und Internetbranche auf dem Gebiet der IT-Sicherheit ist ein wichtiges Anliegen der Behörde. Die Internetadresse lautet www.bsi.bund.de.


    
    

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